Förderkreis der Marianne-Rosenbaum-Schule besucht die ESKUSA GmbH Parkstetten
Der Förderkreis der Marianne-Rosenbaum-Schule, Staatliche Berufsschule III Straubing, hat es sich zur Aufgabe gemacht, mindestens einmal im Jahr einen Blick hinter die Kulissen besonders herausragender Einrichtungen und Betriebe in unserer Region zu werfen. Das diesjährige Ziel, die ESKUSA GmbH in Parkstetten, sollte sich als besonders lohnend erweisen.
Dr. Fred Eickmeyer, der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, zeigte sich vom großen Interesse an seinem Betrieb und seiner Arbeit überrascht. Neben einer großen Zahl von Vereinsmitgliedern, Freunden und Förderern der Marianne-Rosenbaum-Schule konnte er auch den Vorsitzenden des Förderkreises, den Kreisobmann des Bauernverbandes, Stadt- und Bezirksrat Franz Schreyer, begrüßen.
Mit seinen fundierten Kenntnissen und seinem leidenschaftlichen Engagement für eine zukunftsweisende Entwicklung der Landwirtschaft gab Herr Eickmeyer zunächst einen Überblick über das breite Tätigkeitsfeld.
ESKUSA arbeitet vor allem im Bereich der sogenannten Sonderkulturen. Ein besonderer Fokus liegt auf Pflanzen, die wirtschaftlich interessant, aber züchterisch wenig erschlossen sind. Eine große Rolle spielen dabei Heilpflanzen wie Arnika, aber auch Industriepflanzen für Naturkautschuk wie der Löwenzahn. Daneben rücken nachhaltige Biomassepflanzen mehr und mehr in den Vordergrund. Saatgut- und Jungpflanzenproduktion sowie Beratung und Projektarbeit im Agrarbereich runden das Geschäftsfeld ab.
ESKUSA ist stark in Forschungsprojekte eingebunden und arbeitet intensiv mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie zusammen. So arbeitet man zum Beispiel momentan mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen, wie der Reifenhersteller Continental, an der Entwicklung von Löwenzahn als Quelle für Naturkautschuk. Große Bedeutung misst Dr. Eickmeyer dabei dem Ziel zu, nachwachsende Rohstoffe aus heimischem Anbau zu etablieren, die mittelfristig wirtschaftlich und ökologisch bedeutsam sein können.
Schon deshalb sei ihm die Nähe zur regionalen, praktischen Landwirtschaft besonders wichtig. ESKUSA entwickle das Saatgut, und die heimischen Landwirte übernehmen dessen Anbau. Die Vermarktung oder Weiterverarbeitung der Ernte übernimmt dann für einzelne, ausgewählte Arten wieder die Firma ESKUSA. Für andere Arten vermittelt ESKUSA Abnehmer. Dieses Netzwerkmodell ermöglicht Spezialisierung ohne große eigene Anbauflächen.
Nach der äußerst informativen Präsentation führte Dr. Eickmeyer die Besuchergruppe durch seinen Betrieb. Beeindruckend die Werkstätten, in denen eigene Spezialtechnik zur Saatgutverarbeitung und zum Anbau der Pflanzen entwickelt wird und Prototypen gebaut werden. In großes Erstaunen versetzte die Teilnehmer die große Vielfalt an Saatgut im Lager und Jungpflanzen auf den Freiflächen und in den Gewächshäusern.
Nach zweieinhalb Stunden, gefüllt mit geballter Information und nachhaltigen Eindrücken, bedankten sich der Vorsitzende des Förderkreises Franz Schreyer bei Dr. Eickmeyer mit einem kleinen Präsent und die Besucher mit einem großen Applaus. Schließlich ließ man den Nachmittag in einem Biergarten in gemütlicher Runde ausklingen.
Johann Dilger


