Berufsvorbereitung für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz
Berufsvorbereitung für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz
Orientierung finden, eigene Stärken entdecken und berufliche Perspektiven entwickeln – das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) bietet Jugendlichen die Möglichkeit, sich gezielt auf den Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten.
Das Berufsvorbereitungsjahr richtet sich an Jugendliche, die noch unsicher in ihrer Berufswahl sind oder bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler bei ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen und ihnen neue Perspektiven für ihre Zukunft aufzuzeigen.
Die Beschulung erfolgt in Vollzeit im Rahmen eines kooperativen Berufsvorbereitungsjahres. Dabei werden schulische Bildung, praktische Erfahrungen und individuelle Förderung miteinander verbunden. Neben der Vermittlung grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten stehen insbesondere die Stärkung sozialer Kompetenzen, die Entwicklung persönlicher Stärken und die Vorbereitung auf die Anforderungen der Arbeitswelt im Mittelpunkt.
Ein wichtiger Bestandteil des BVJ sind sechs Praktika pro Schuljahr. Diese ermöglichen es den Jugendlichen, unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen, praktische Erfahrungen in Betrieben zu sammeln und eigene berufliche Interessen und Fähigkeiten zu entdecken. Gleichzeitig können erste Kontakte zu potenziellen Ausbildungsbetrieben geknüpft werden.
Darüber hinaus bietet das BVJ die Möglichkeit, den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule zu erwerben. Gleichzeitig erfüllen die Jugendlichen durch den Besuch des Berufsvorbereitungsjahres ihre Berufsschulpflicht. Damit schafft das BVJ eine wichtige Grundlage für den weiteren schulischen und beruflichen Werdegang.
Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler durch die sozialpädagogische Begleitung unseres Kooperationspartners. Dieser bietet unter anderem Bewerbungstrainings, Hilfestellung bei der Berufsorientierung sowie Betriebsbesichtigungen an und arbeitet eng mit der Agentur für Arbeit zusammen.
Unser gemeinsames Ziel ist es, die Jugendlichen bestmöglich auf ihren weiteren beruflichen Weg vorzubereiten, ihr Selbstvertrauen zu stärken und ihnen den Übergang in eine Ausbildung oder Beschäftigung zu erleichtern.
Blockplan
Ansprechpartner
Bei Fragen wenden Sie sich an unsere Fachbetreuerinnen bzw. Lehrkräfte
- Monika Aichinger, FOLin (Berufsintegrationsklasse)
- Veronika Wunder, OStRin (Berufsvorbereitungsjahr)



„Es kommt nicht darauf an, woher man kommt, sondern wohin man geht!“
Mit der Einrichtung eines zweijährigen Unterrichtsmodells an den bayerischen Berufsschulen ist ein innovativer Schritt getan. Die Integration derer, die ein Recht haben hierzubleiben, hängt vor allem davon ab, dass sie fähig werden, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Zwei Schlüsselqualifikationen sind in diesem Zusammenhang das Erlernen der deutschen Sprache und der Einstieg in die Berufswelt.
Kerngedanke der zweijährigen Berufsintegrationsklassen ist die Aneignung von Kompetenzen, die für eine gelingende Integration und eine erfolgreiche Berufsausbildung erforderlich sind. Es handelt sich also keineswegs um ein reines Sprachförderangebot! Der Lehrplan sieht neben dem Spracherwerb in Deutsch vier weitere Lernbereiche vor: Bildungssystem und Berufswelt, Mathematik, Ethisches Handeln und Kommunikation sowie Sozialkunde.
Zu Beginn des Schuljahres 2019/20 besuchen 22 Schüler und 7 Schülerinnen aus 13 Herkunftsländern die 2 BI-Klassen an der Marianne-Rosenbaum-Schule.
Erstmalig unterziehen sich die Schüler in diesem Schuljahr dem „Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz“. Diese Stufenprüfung A2/B1 ist für Schülerinnen und Schüler, die eine berufliche Schule mit beliebigem Fachgebiet besuchen und ihre berufsorientierten Deutschkenntnisse nachweisen möchten, konzipiert.
Das Lehrerteam aus Berufsschullehrern, nebenberuflichen Lehrkräften, Deutsch als Zweitsprachelehrern und das Team der sozialpädagogischen Betreuungskräfte arbeitet mit viel Engagement und Empathie zusammen und tauscht sich über ihre Erfahrungen aus.
Bei Projekten, Aktionen ergibt sich die Gelegenheit Kontakt zu gleichaltrigen Schülerinnen und Schülern der Marianne-Rosenbaum-Schule zu knüpfen. Diese Begegnungsmöglichkeiten unterstützen den Spracherwerb und tragen dazu bei Ressentiments zu überwinden.
Gemeinsam arbeiten wir daran, den jungen Flüchtlingen und Asylbewerbern Chancen zu eröffnen.
Kontakt
Anschrift
Marianne-Rosenbaum-Schule
Staatliche Berufsschule III Straubing
Kolbstraße 1
94315 Straubing
Tel. 09421 8436 0
