Die Marianne-Rosenbaum-Schule trägt seit 10 Jahren das Prädikat
„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Förderkreises der Marianne-Rosenbaum-Schule, der Staatlichen Berufsschule III Straubing-Bogen, stand in diesem Jahr das Jubiläum „10 Jahre Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Mittelpunkt. Mit einem eindrucksvollen Vortrag über seine Erlebnisse bei Hilfsfahrten in die Ukraine belegte Oberstudienrat Guido Haimerl, Lehrer an der Berufsschule I Straubing-Bogen, wie wichtig es ist, Courage zu zeigen und im Ehrenamt tätig zu werden.
Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Hermine Eckl legte Gangolf Wasmeier in Vertretung des Vorsitzenden Franz Schreyer den Rechenschaftsbericht ab. Er konnte von vielen konkreten Förder- und Unterstützungsmaßnahmen für die Schülerinnen und Schüler der Marianne-Rosenbaum-Schule berichten. Sehr erfreut zeigte er sich über das soziale und ökologische Engagement der Schule. Besonders erwähnenswert sei die Vergabe eines „Ehrenamtspreises“. Dieser sei bei der letzten Abschlussfeier zum ersten Mal vergeben worden.
Den Kassenbericht erstattete Werner Winter. Der Kontostand sei erfreulich und gebe auch weiterhin den notwendigen Spielraum für Unterstützungsmaßnahmen. Einstimmig erteilten die anwesenden Mitglieder die Entlastung.
Zur Tradition des Förderkreises gehören aktuelle, gesellschaftspolitische Vorträge im Rahmen der Jahreshauptversammlungen. Da die Schule dieses Jahr auf 10 Jahre „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zurückblicken kann, sollte ein besonders couragierter Mann, der neben anderen Ehrenämtern viel für die Ukraine-Hilfe unterwegs ist, diesen Part übernehmen: Oberstudienrat Guido Haimerl, Lehrer an der Berufsschule I Straubing-Bogen.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Lehrer seien ihm und das ehrenamtliche Engagement und damit einhergehend die Förderung von Gemeinschaft besonders wichtig. Darin liege die Motivation für sein eigenes, soziales Tun und Denken, so Haimerl. Er wolle junge Menschen für das Ehrenamt begeistern und zeigen, dass man mit individuellem Einsatz und mit Courage etwas bewegen kann. Als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und Vorsitzender des Bayerischen Wald-Vereins e.V. Sankt Englmar seien unter seiner Mitwirkung zahlreiche gemeinschaftsorientierte Projekte umgesetzt worden. Dabei unterstütze er auch immer die Nachwuchsarbeit.
Ein besonderes Anliegen sei ihm aber die Ukraine-Hilfe. Die Hilfsorganisation „Space Eye“ organisiert seit Beginn des Ukraine-Kriegs Hilfsfahrten in die Kriegsregion. Haimerl berichtete, er habe mittlerweile an 12 dieser Hilfsfahrten aktiv teilgenommen. Die erste Hilfsfahrt habe vor allem unter dem Blickwinkel gestanden, in dem vom Krieg gebeutelten Land Hilfe vor Ort, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. „Wir wollen denen helfen, die nichts mehr haben, denen der Krieg alles genommen hat.“
Neben Care-Paketen mit Lebensmitteln und kleineren Geschenken für Kinder hätten Medikamente im Wert von mehr als 40 Millionen € und ganze Praxiseinrichtungen, gespendet von Ärzten, das vom Krieg geschundene Land erreicht. Haimerl berichtete auch von Rainer Dietls rollender Backstube, die helfen würde, die Versorgung vom Krieg hart betroffener Menschen zu sichern.
Mit eindrucksvollen Worten schilderte Haimerl seine Erlebnisse in der Kriegsregion und veranschaulichte diese mit ausdrucksstarken Fotos. Er erzählte von einem seiner Begleiter, der von einer Granate getroffen worden sei, von zerbombten Schulen und beschossenen Wohnhäusern, in denen einmal unschuldige Zivilisten gewohnt hätten. Die Hilfsfahrten führten ihn weit in die Ukraine hinein. Selbst in die umkämpften Gebiete nach Odessa, Cherson und Nikopol.
Ihm und seinen Mitstreitern wäre es immer ein Anliegen gewesen, nicht nur den Menschen in den großen Städten, sondern auch der Bevölkerung in den kleinen Dörfern zu helfen. Trotz all dem Leid und der sinnlosen Zerstörung habe er aber immer den beeindruckenden Willen der Bevölkerung gespürt, durchzuhalten. Sein Credo: „Die Leute in der Ukraine müssen wissen, dass sie nicht alleine sind.“
Seinen eindrucksvollen Vortrag beendete Haimerl mit einem Appell. In der Schule sei es wichtig, jungen Menschen zu vermitteln, dass Krieg und Hass niemals eine Lösung sind. Deshalb freue er sich riesig darüber, wie intensiv die Schülerinnen und Schüler der Marianne-Rosenbaum-Schule und der Joseph-von-Fraunhofer-Schule bisher sein Engagement in der Ukraine-Hilfe unterstützten. „Wir müssen in der Schule anfangen, Brücken zu bauen!“ Dies gelänge aber nur, wenn jeder einzelne dazu bereit ist, sich zu engagieren und Courage zu zeigen.
In nachdenklicher Stimmung und mit anhaltendem Applaus bedankten sich die anwesenden Förderkreismitglieder bei Herrn Haimerl für den eindrucksvollen Vortrag. Franz Schreyers Stellvertreter, Gangolf Wasmeier, zollte ihm in seinem Schlusswort großen Respekt für sein ehrenamtliches Engagement und übergab als Dank und Anerkennung für seinen Vortrag ein kleines Präsent.
Johann Dilger
Schriftführer

Stellvertreter der Schulleiterin Harald Dietlmeier, Weiterer Stellvertreter der Schulleiterin Werner Winter

