Schlachthofbesichtigung der LW11 der Marianne – Rosenbaum – Schule in Vilshofen

 

Am 14.07.2026 besuchte die Klasse LW11 der Marianne-Rosenbaum-Schule in Straubing den Schlachthof Vion in Vilshofen. Begleitet wurden wir von unseren Lehrkräften Herrn Eckl und Herrn Faltermeier. Nach einer kurzen Einführung durch den Leiter der Produktion, Herrn Stocker, wurden wir in zwei Gruppen durch die Produktionskette geführt. Zu Beginn erhielten wir einen Vortrag über die Eckdaten, Organisation und die Vermarktung des Schlachthofes in Vilshofen. Dieser Schlachthof beschäftigt ca. 330 Mitarbeiter beschäftigt und täglich werden ca. 2.000 Schweine schlachtet, maximal 21600 pro Woche, an maximal sechs Werktagen und nur während des Tages. Aktuell ist die Auslastung mit etwa 14000 Schlachtungen pro Woche etwas geringer. Die Hälfte der Schweine wird im Schlachthof grob (Schweinehälften) und die andere Hälfte fein zerlegt (verkaufsfertig) und in deutsche Metzgereien und Supermärkte geliefert. Aber auch in die umliegenden europäischen Länder wird exportiert, so z.B. Schinken nach Italien. Nach dem Vortrag mussten wir Schutzkleidung in Form eines Einmal – Ganzkörperanzuges anziehen und durch eine Hygieneschleuse gehen, in der wir unsere Hände reinigten und desinfizierten. Die Schweine werden am Morgen angeliefert und werden in den Wartebuchten aufgeteilt. Dort werden sie auf Verletzungen begutachtet. Danach kommen sie in die CO2 -Betäubungsanlage. Nach der Betäubung mit CO2 werden die Schweine in die Hauptschlagader gestochen und ausbluten gelassen. Anschließend werden die Borsten durch große Flammapparate abgeflammt. Damit die Schweine ganz sauber werden, kommen sie durch eine zweite Flamme, mit der sie nachbehandelt werden und vorher abgebürstet werden. Dem Bauchraum des Schweines werden anschließend die Organe entnommen nach einem gezielten Aufschneiden. Danach unterlaufen die Schlachtkörper einer weiteren Qualitätskontrolle, in der u.a. der Magerfleischanteil festgestellt wird. Dazwischen werden alle Schlachtkörper auf Auffälligkeiten (Geschwüre, Geruch, Entzündungen, etc) angesehen und im Bedarfsfall einem Veterinär vorgeführt. Anschließend kommen die Schweinehälften für 24 bis max. 48 Stunden in die Kühlung. Am nächsten Tag erfolgen die Grob- und Feinzerlegung, in der die Schweine in Viertel geteilt und in der Feinzerlegung in kleine Stücke verkaufsfertig portioniert werden. Große Anerkennung gebührt den Arbeitskräften im Schlachthof, da die Arbeit körperlich sehr fordernd ist und die Temperaturschwankungen ebenfalls sehr stark sein können.

Nach dem Schlachthofbesuch stärkten wir uns im Gasthof Wolferstetter am Stadtplatz in Vilshofen mit Schnitzel, Pommes und Salat. Der sehr eindrückliche Tag wurde dann nach der Rückkehr nach Straubing noch nachbesprochen. Neben der Begutachtung des Schlachtbetriebes ist es sehr wichtig, sich den Wert des Lebensmittels Fleisch bewusst zu machen, was durch diesen Tag eindrucksvoll gelang.