„Berufsschülerinnen und Berufsschüler sind Teil der Lösung“
Mehr als 100 Absolventinnen und Absolventen der Marianne-Rosenbaum-Schule feierlich verabschiedet
Mit einer festlichen Abschlussfeier entließ die Marianne-Rosenbaum-Schule, Staatliche Berufsschule III Straubing, gemeinsam mit ihren Berufsfachschulen für Kinderpflege, für Sozialpflege sowie Ernährung und Versorgung mehr als 100 Absolventinnen und Absolventen. Zahlreiche Ehrengäste würdigten die erfolgreichen Schulabschlüsse.
Schulleiterin Hermine Eckl stellte die Bedeutung der beruflichen Bildung in den Mittelpunkt. Unter Bezug auf eine Erklärung des Bundesverbandes für Lehrkräfte für Berufsbildung betonte sie: „Berufsschülerinnen und Berufsschüler sind keine Problemfälle – sie sind Teil der Lösung.“ Sie seien unverzichtbare Fachkräfte, die Verantwortung in Betrieben übernehmen und das gesellschaftliche Leben mittragen. Berufliche Bildung verdiene deshalb die gleiche Anerkennung wie andere Bildungswege. Mit dem Sprichwort „Wahrer Erfolg hat bittere Wurzeln und süße Früchte“ gratulierte sie den Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Abschluss.
Im Rahmen der Feier verabschiedete Hermine Eckl außerdem die langjährigen Lehrkräfte Christine Storz und Franziska Strohmaier in den Ruhestand. Sie prägten nahezu 3 Jahrzehnte die Fachbereiche Floristik und Kinderpflege. Frau Eckl dankte ihnen für ihr großes Engagement.
Landrat Tobias Beck hob die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte für die Zukunft hervor und ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, ihre Chancen zu nutzen. Besonders würdigte er jene, die wie er selbst während ihrer Ausbildung Auslandserfahrungen gesammelt hatten. Regierungsschuldirektor August Deinböck, Sachgebietsleiter an der Regierung von Niederbayern, legte in seinem Grußwort den Zunftspruch „Gott schütze das ehrenwerte Handwerk!“ für die Absolventen aus. Ein Beruf bedeute weit mehr als die Sicherung des Lebensunterhalts: Er eröffne Perspektiven, vermittle Selbstvertrauen und ermögliche gesellschaftliche Verantwortung.
Für hervorragende schulische Leistungen erhielten 16 Absolventinnen und Absolventen mit einem Notendurchschnitt von 1,5 oder besser eine Anerkennungsurkunde der Regierung. Zudem wurden zwei Staatspreise, neun Verbands- und Landkreispreise sowie zehn Buchpreise verliehen. Mit dem Staatspreis wurden die Landwirtin Magdalena Mühl und die Sozialbetreuerin Ha Pham ausgezeichnet.
Zum zweiten Mal vergab der Förderkreis der Schule einen Ehrenpreis für besonderes außerunterrichtliches Engagement. Vorsitzender Franz Schreyer zeichnete die Kinderpflegerin Angelina Breitkreuz für ihren Einsatz in der Schülermitverantwortung und bei verschiedenen Schulprojekten aus.
Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung des Europass Mobilität an 13 Absolventinnen und Absolventen für ihren zweiwöchigen Auslandsaufenthalt im Rahmen von Erasmus+.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von einem Schülerchor und Gesangseinlagen von Lehrkräften. Einen besonderen Beitrag brachte die Kinderpflegerin Alla Konovalova mit einem Konzertstück auf der ukrainischen Bandura ein.
Die Begrüßung der Gäste und die charmante Programmmoderation übernahmen die Kinderpflegerin Julia Schuder und der Sozialpfleger Tobias Au. Die Schülerworte zum Abschluss kamen von den beiden Schülersprecherinnen Nora Fütterer und Vanessa Plenk.
Die abwechslungsreiche und doch würdige Abschlussfeier machte deutlich, welchen hohen Stellenwert die berufliche Bildung für Wirtschaft und Gesellschaft besitzt. Neben den schulischen Leistungen wurden vor allem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft gewürdigt, die Zukunft aktiv mitzugestalten.





























































