Abschlussfahrt K11a

Endlich war es soweit: Als Frau Jung und Frau Lehner am Mittwochmorgen – ca. 1 Stunde vor Abfahrt – den Bahnhof betraten und gerade rätselten, ob auch alle pünktlich sein würden, empfing sie die gesamte K11A schon mit Jubelrufen und Klatschen.

Nach ca. 6 Stunden Fahrt ging es sofort zu unserem A&O Hostel, zwei Stationen vom Hauptbahnhof entfernt.

Als alle ihr Zimmer bezogen hatten und die Koffer ausgepackt waren, fuhren wir zur Stadtmitte. Nachdem wir bei einem gemeinsamen Essen für unser leibliches Wohl gesorgt hatten, wurde es gruselig.

In der Abenddämmerung waren wir mit einer Geisterführerin an der Stuttgardia (Schutzgöttin der Stadt  am Eck des Rathauses) verabredet. Mit ihren strohigen Haaren, dem schwarzen Umhang und einem langen (Zauber-)Holzstab passte der Guide perfekt in die Rolle.

Sie begleitete uns auf einem einzigartigen Weg durch Stuttgarts düstere Vergangenheit mit ihren Tragödien, Morden und Intrigen. Die Tour war nichts für die schwachen Nerven unserer Lehrer und mancher Mitschüler. Immer wieder drehten wir uns um, ob der geheimnisvolle Mönch mit dem Messer, den wir kurz zuvor noch vorbei huschen sahen, hinter uns stand.

Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir den nächsten Tag mit einer „Hop – on – Hop – off“ Stadtrundfahrt. Über einen aufgezeichneten Audioguide erfuhren wir mehr über die Sehenswürdigkeiten Stuttgarts. Bewundern konnten wir zum Beispiel  den Schlossplatz, das Schweine-, Mercedes-Benz- und Porschemuseum, den Zoologisch-Botanischen Garten und noch vieles mehr. Interessant war auch die Erklärung, woher der Name „Stuttgart“ kommt: Stuttgart wurde im 10. Jahrhundert als Gestüt gegründet. Auf einem Gestüt werden Pferde gezüchtet und trainiert. Der Name wird vom Begriff „Stutengarten“ abgeleitet.

Im Anschluss durften wir selbstständig die Innenstadt erkunden. Zum Abendessen trafen wir uns diesmal im Brauhaus Nesenbach. Vor nicht allzu langer Zeit floss hier der Nesenbach. Heute fließt er unterirdisch und mündet hinter dem Neuen Schloss im Schlosspark. Hier genossen wir schwäbische Klassiker, wie Maultaschen oder Käsespätzle. Ein wunderbarer Abend mit Jazzmusik und guten Gesprächen.

Viel zu schnell war der Tag der Abreise gekommen. Wie sich später zeigen sollte, stand uns ein Abenteuer jedoch noch bevor.

Vormittags wurde noch einmal ausgiebig im nahe gelegenen Einkaufszentrum Milaneo geshoppt.

Pünktlich um 13.00 Uhr traten wir unsere Heimreise an. Bis Nürnburg verlief die Fahrt problemlos. Dann ging es los: In Nürnberg sollten wir umsteigen. Allerdings kam nach ca. 30 Minuten des Wartens die Information, dass wir wegen eines umgestürzten Baumes 1 Stunde Verspätung hätten. Nach kurzer Wartezeit dann die Durchsage: „Aufgrund der wetterbedingten Verhältnisse fahren zwischen Nürnberg und Regensburg KEINE Züge mehr!“  Am Bahnsteig herrschte Ratlosigkeit. Jeder suchte auf seinem Handy nach Informationen oder Weiterfahrmöglichkeiten. Dann endlich nach einer gefühlten Ewigkeit die Information: „Der Anschlusszug nach Regensburg fährt in 2 Minuten auf Gleis…“ Das war am anderen Ende des Bahnhofs. Wir rannten so schnell wir konnten zum anderen Bahnsteig, stiegen ein und…. Durchsage: Der Zug fährt in 40 Minuten. Ein Mitfahrer stieg kurz aus und in diesem Moment fuhr der Zug los. Der Fahrgast konnte nur noch zuschauen, wie der Zug mit seinem gesamten Gepäck davon fuhr.

Wir wähnten uns in Sicherheit, doch: Plötzlich stieg Rauch auf. Man hatte Schwierigkeiten zu atmen. Schließlich hielten wir an. Die Durchsage: Der Zug fährt auf unbestimmte Zeit nicht mehr weiter.

Die Bremsen hatten sich verkeilt. Aber irgendwann ging es dann doch weiter und schließlich kamen wir fertig aber glücklich wieder in Straubing an. Die Fahrt war zwar aufregend gewesen, aber wir hatten sehr viel Spaß und kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus.

 

Alle sind sich einig: „Stuttgart ist eine Reise wert!“

K11A/C. Lehner/C. Jung