„Vegetabile Räume“ – Besuch der Werkformenausstellung Weihenstephan 2025

Am 09.12.2025 besuchte die Klasse Flo 11, bestehend aus 12 Schülerinnen, im Rahmen eines Unterrichtsgangs die Weihenstephaner Werkformen 2025 der Staatlichen Fachschule für Blumenkunst in Freising. Ziel war die jährlich stattfindende Ausstellung, die aktuelle Entwicklungen, gestalterische Konzepte und innovative Arbeitsweisen im Bereich der floristischen Gestaltung und Kunst präsentiert.

Die Anreise mit der Bahn war leider von zahlreichen Verspätungen geprägt und erforderte von allen Beteiligten Geduld und Flexibilität. Trotz dieser erschwerten Bedingungen konnte die Ausstellung leicht verspätet besucht werden.

Das Ausstellungskonzept „Vegetabile Räume“ verbindet Designkultur mit organischer Lebendigkeit. Gemüse, Fruchtstände und Früchte dienten dabei sowohl als Inspiration für die Formfindung innovativer Naturkunst-Objekte als auch als außergewöhnliche Werkstoffe für unkonventionelle Sträuße. Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll, wie pflanzliche Materialien Räume definieren, Strukturen schaffen und neue ästhetische Erfahrungsräume eröffnen können.

Die Studierenden im zweiten Studienjahr setzte sich mit der Aufgabe auseinander, innovative vegetabile Objekte auf der Grundlage von Gemüse zu gestalten. Um die besonderen Eigenschaften des präparierten Materials zu verstärken, wurden einige der organisch geformten Objekte von innen beleuchtet. Dadurch entstanden eindrucksvolle Licht- und Raumwirkungen, die den skulpturalen Charakter der Arbeiten zusätzlich betonten.

Die Studierenden im ersten Studienjahr wählte Gehölze mit Fruchtständen als Ausgangspunkt für die Entwicklung vielfältiger Straußvariationen. Blühende und Früchte tragende Zweige gelten traditionell als Symbol für Leben und Hoffnung in der dunklen Jahreszeit. Dieses Motiv griffen mehrere Arbeiten auf und interpretierten den Barbarastrauß auf zeitgemäße und neue Weise.

Besonders bereichernd war die fachkundige Führung durch die Studierenden, die die Ausstellung konzipiert und umgesetzt hatten. Mit großem Engagement erläuterten sie ihre gestalterischen Überlegungen, Materialien und Techniken und gingen ausführlich auf die Fragen der Schülerinnen ein. Das Interesse der Flo 11 war deutlich spürbar und der Austausch zwischen den angehenden Floristinnen und den Studierenden sehr lebendig. Unser herzlicher Dank gilt den derzeit Studierenden für die spannende und gut nachvollziehbare Präsentation ihrer floralen Arbeiten.

Der Unterrichtsgang bot den Schülerinnen wertvolle fachliche Impulse, neue gestalterische Perspektiven und einen anschaulichen Einblick in weiterführende Ausbildungsmöglichkeiten im floristischen Bereich. Trotz der erschwerten Anreise erwies sich der Besuch der Weihenstephaner Werkformen 2025 als inspirierende und bereichernde Erfahrung.

Schon am darauffolgenden Tag zeigte sich, dass die Ausstellung das Bewusstsein der Schülerinnen für Nachhaltigkeit in der Floristik geschärft hatte.

Sabine Hupf-Gerber