Schulentwicklungsgespräch mit dem Innovationsteam an der Außenstelle Mitterfels

Bei der zweiten Tandemsitzung am 25.02.2026 an der Außenstelle Mitterfels trafen sich das Innovationsteam der Regierung von Niederbayern (Martin Fritz, Ludwig Hellauer) und das QmbS-Team der Marianne-Rosenbaum-Schule. Themenschwer-punkte waren Inklusion, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Erasmus+ und vor allem Digitalisierung. Vorgestellt wurde das K+5-Modell für guten Unterricht in einer digitalen Welt sowie das Angebots‑Nutzungs‑Modell nach Helmke. Es wurden digitale Fort-bildungen (u. a. Fobizz) und technische Probleme wie WLAN, Microsoft Teams, Datensicherung und Ersatzgeräte besprochen. Weiterhin diskutierten die Teil-nehmenden KI‑Einsatz (Bayern-Cloud/Telli), Untis‑SQL‑Umstellung, WebUntis‑Module, ASV‑NEO und mögliche Handy‑Verbots‑Hüllen. Dank geht an alle Beteiligten.

StD, Winter Werner

QmbS-Teamleiter

Alois Rainer tauft „Feenstaub“ und „Lilly Waldberry“ zu Pflanze des Jahres 2026 in der Gärtnerei Öller in Ortenburg

„Feenstaub“ und „Lilly Waldberry“ heißen die beiden auserwählten Pflanzen, die am Samstag, den 18.4.26 bei der Gärtnerei 1A Öller in Ortenburg vorgestellt und durch Landwirtschaftsminister Alois Rainer getauft wurden.

Die Pflanze „Feenstaub“ ist eine faszinierende, nahezu märchenhaft anmutende Bayerische Beet- Und Balkonpflanze und „Lilly Waldberry“ eine geschmacksintensive (Waldbeeren), süße und ertragreiche Genusspflanze.

Roland Öller begrüßte die Ehrengäste, Landwirtschaftsminister Alois Rainer, Hermann Berchtenreiter, Präsident des Bayerischen Gärtnerei Verbandes, Josef Hirschenauer, Kreisvorsitzender der Gartenbauvereine, Landrat Raimund Kneidinger und Bürgermeister Stefan Lang, sowie die VetreterInnen der Marianne- Rosenbaum-Schule Schulleiterin Hermine Eckl und Fachbetreuer Günther Gruber.

Die Gärtnerei Öller gibt es mittlerweile seit über 70 Jahren. Der Betrieb umfasst aktuell 26 Mitarbeiter und 7 Auszubildende, darunter auch die Tochter Rosa Öller, die Anfang März die Ausbildung im Gartenbau (Fachrichtung Zierpflanzenbau) begonnen hat. Herr Öller betonte in seiner Rede die hervorragende Zusammenarbeit mit der Marianne-Rosenbaum-Schule, in die er gerne seine Azubis zur Berufsschule schickt.

Zur Philosophie von Roland Öller gehöre es, den Kunden frische, qualitativ sehr hochwertige Pflanzen und Blumen aus eigener Anzucht zu präsentieren. Auch Landwirtschaftsminister Rainer wies darauf hin, dass die Regionalität wieder verstärkt in den Vordergrund rücken müsse, ganz nach dem Motto „Kaufen, wo es wächst“.

Martin Schwarzer vom BGV Niederbayern beglückwünschte Firmeninhaber Roland Öller zum 70 jährigen Jubiläum verbunden mit der Ausrichtung der Pfanzentaufe. Die Pflanzentaufe ist der Startschuss für den „Tag der offenen Gärtnereien“ am 25. April 2026.

Zum Abschluss griffen Minister Rainer, Landrat Kneidinger und Bürgermeister Lang zur Handschaufel und gestalteten einen Blumenkasten, zur Freude der zahlreichen Gäste. Zum Ausklang führte Herr Öller durch seine Gärtnerei und lud die Gäste zu einem Imbiss ein.

Günther Gruber

Pack ma´s in der GA 10

Hinter dem Titel steht ein Gewaltpräventionsprojekt, das von unserer Schulpsychologin Frau Christina Kappelmeier und der Schulsozialpädagogin Frau Karina Viehbacher organisiert und durchgeführt wurde. An drei Tagen, jeweils 90 Minuten, konnten die 31 angehenden Landschaftsgärtner verschiedene Sichtweisen zur Gewalt erfahren und austauschen. Mit vielen gewinnbringenden Diskussionsbeiträgen und abwechslungsreichen Übungen gelang Frau Kappelmeier und Frau Viehbacher die Schüler für die jederzeit aktuelle Thematik Gewalt zu sensibilisieren und auch über digitale Gewalt aufzuklären.  Die Schüler äußerten sich sehr positiv zum Projekt und gaben ihr ganz eigenes Fazit ab: „Solche Projekte halten wir für sehr sinnvoll und es sollten mehr davon stattfinden. Besonders gut gefallen hat uns, dass das Thema überhaupt aufgegriffen wurde und jeder seine Meinung dazu äußern konnte. Außerdem war es interessant, seine eigene Gewaltbereitschaft zu überdenken und diese auch aus der Sicht von anderen kennenzulernen und einzuordnen.“

Ausbildungsmesse – „Angle dir einen Arbeitsplatz“!

Am Donnerstag, den 26.3.26 fand 8.00 – 15.00 in der Joseph-von-Frauenhofer-Halle am Hagen die traditionelle Straubinger Ausbildungsmesse statt. Mehr als tausend Schülerinnen und Schüler informierten sich zusammen mit ihren Lehrkräften über die Ausbildungs- und Lehrstellensituation in Straubing und dem Landkreis Straubing-Bogen. Eine gute Gelegenheit, Betriebe, neue und bewährte Ausbildungsberufe besser kennen zu lernen und für Unentschlossene, Tipps für die Berufsfindung zu bekommen.

Insgesamt 91 Ausbildungsbetriebe, 190 Ausbildungsberufe und 45 duale Studiengänge wurden dabei präsentiert!

Die Bedeutung einer Berufsausbildung – noch vor dem Studium – sei nach wie vor nicht zu unterschätzen. Für interessierte Schüler der grünen Berufe stellten sich Lehrkräfte der Fachschaft Agrarwirtschaft der Marianne-Rosenbaum-Schule und der Bildungsberater des AELF SR zur Verfügung und berieten sie über grüne Ausbildungsberufe sowie Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten nach der Ausbildung.

Günther Gruber

BGJ Landwirtschaft – GAIA regt zum Nachdenken an

Die Kunstinstallation GAIA (griechisch für Mutter Erde) zeigt ein imposantes Modell der Erde mit einem Durchmesser von sieben Metern, perspektivisch beleuchtet und in Bewegung und begleitet von einer Klanginstallation. Die Schülerinnen und Schüler des BGJ Landwirtschaft konnten sich am 20.03.2026 ein Bild von der Erde in der Basilika St. Jakob machen. Gerade die angehenden Junglandwirte sind bestrebt, schonend mit ihrer Erde- Boden als ihre Produktionsgrundlage – umzugehen. Beeindruckend fanden wir auch, dass Jesus am Kreuz in der Basilika über der GAIA hängt, und somit stellt sich ein Gefühl der Ehrfrucht ein- wie auch die Astronauten berichten. Das macht den Schöpfungsgedanken und die Bewahrung unserer Erde noch wertvoller und eindringlicher.

Schüleraussagen:

  • „…regt zum Nachdenken an“
  • „Es wird sehr gut auf die Umweltprobleme aufmerksam gemacht.“
  • „Größe und Farbgestaltung haben mich beeindruckt.“
  • „Die Musik war cool.“
  • „andächtige und ruhige Atmosphäre“
  • „Mit Erklärungstafeln, Sitzsäcken und einem Quiz gut gestaltet.“

Bilder: J. Spanner und J. Fuchshuber

 

 

Die BGJ Klassen der Landwirtschaft besuchen die Baywa in Straubing

Am Freitag, den 13. März 2026, unternahm die Klassen Lw10 der Marianne-Rosenbaum-Berufsschule 3 einen Unterrichtsgang zur Baywa in Straubing. Unter dem Motto „Landwirtschaft hat Zukunft“ hielt Johann Staimer, der Leiter der Baywa Technik, einen aufschlussreichen Vortrag.

Dabei ging es vor allem um den Aufbau des Unternehmens, wichtige
Kennzahlen, den Markt für Traktoren sowie aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft.
Mithilfe von Präsentationsfolien mit Karten, Diagrammen und Statistiken wurde erklärt, wie
BayWa Technik arbeitet und welche Rolle das Unternehmen im Landmaschinenmarkt spielt.
BayWa Technik ist hauptsächlich für den Verkauf und den Service von landwirtschaftlichen
Maschinen zuständig. Insgesamt arbeiten dort etwa 2.780 Mitarbeiter, davon ungefähr 240
im Vertrieb und rund 2.540 im Servicebereich. Besonders der Service spielt eine wichtige
Rolle, da landwirtschaftliche Maschinen regelmäßig gewartet und bei Problemen schnell
repariert werden müssen. Für viele landwirtschaftliche Betriebe ist es sehr wichtig, dass ihre
Maschinen zuverlässig funktionieren, da sie täglich im Einsatz sind.
Ein wichtiger Teil des Geschäfts ist der Verkauf von Traktoren verschiedener Hersteller.
Besonders viele Maschinen stammen von der Marke Fendt, von der etwa 2.397 Traktoren
verkauft wurden. Außerdem wurden ungefähr 450 Traktoren der Marke Massey Ferguson
verkauft. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig der Verkauf von modernen Landmaschinen für das
Unternehmen ist.
Ein weiterer Teil der Präsentation beschäftigte sich mit der regionalen Struktur von BayWa
Technik in Deutschland. Das Unternehmen ist in mehrere Regionen unterteilt, zum Beispiel
Nord, West und Ost. In diesen Regionen gibt es zahlreiche Standorte mit Werkstätten,
Verkaufsstellen und Servicebereichen. Dadurch können Landwirte schnell Unterstützung
erhalten und ihre Maschinen warten oder reparieren lassen.
Außerdem wurden Statistiken zum Traktormarkt gezeigt. In einer Grafik wurden die
Marktanteile von Traktoren mit mehr als 44 Kilowatt Leistung in der Region Ost dargestellt.
Dabei wurde deutlich, dass verschiedene Hersteller miteinander konkurrieren. Neben Fendt
gehört auch John Deere zu den wichtigsten Herstellern auf dem Markt.
In der Statistik wurden auch die Zulassungszahlen aus zwei Jahren verglichen. Im Jahr 2024
wurden 3.347 Traktoren zugelassen, während es im Jahr 2025 etwa 2.954 Zulassungen
waren. Das zeigt, dass der Markt leicht zurückgegangen ist. Trotzdem hat BayWa Technik
weiterhin einen bedeutenden Anteil am Verkauf von Traktoren in dieser Region. Der Anteil
der Region Ost am BayWa-Fendt-Markt liegt bei etwa 32,15 %.
Zum Schluss des Vortrags wurden noch aktuelle Entwicklungen und Trends in der
Landwirtschaft vorgestellt. Ein wichtiger Trend ist die zunehmende Digitalisierung. Moderne
Landmaschinen arbeiten immer häufiger mit GPS-Systemen und digitalen Steuerungen,
wodurch Arbeiten auf dem Feld genauer und effizienter durchgeführt werden können. Auch
das Thema Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung, da zukünftige Maschinen
umweltfreundlicher arbeiten und weniger Emissionen verursachen sollen.
Anschließend bekamen wir noch einen Rundgang über das BayWa Gelände und konnten uns
einige neue und gebrauchte Maschinen anschauen die uns interessierten.
Nach dem Rundgang bekamen wir noch die Möglichkeit einen neuen Fendt one 942 zu
fahren und einen neuen Massey Ferguson 9s.
Der Vortrag gab insgesamt einen guten Einblick in die Aufgaben von BayWa Technik sowie in
die Entwicklung des Landmaschinenmarktes. Besonders deutlich wurde, wie wichtig
moderne Technik, guter Service und neue Technologien für die Zukunft der Landwirtschaft.

Lukas Krottenthaler und Johannes Spanner

Die gute gesunde Pause in Mitterfels

Am Montag, den 16. März 2026 fand die gute gesunde Pause auch am Standort Mitterfels statt. Wie immer – ein gesunder Pausensnack plus Bewegung mit unseren Hula Hoops und Entspannung mit Klangmeditation.

Hier einige Impressionen:

„Vegetabile Räume“ – Besuch der Werkformenausstellung Weihenstephan 2025

Am 09.12.2025 besuchte die Klasse Flo 11, bestehend aus 12 Schülerinnen, im Rahmen eines Unterrichtsgangs die Weihenstephaner Werkformen 2025 der Staatlichen Fachschule für Blumenkunst in Freising. Ziel war die jährlich stattfindende Ausstellung, die aktuelle Entwicklungen, gestalterische Konzepte und innovative Arbeitsweisen im Bereich der floristischen Gestaltung und Kunst präsentiert.

Die Anreise mit der Bahn war leider von zahlreichen Verspätungen geprägt und erforderte von allen Beteiligten Geduld und Flexibilität. Trotz dieser erschwerten Bedingungen konnte die Ausstellung leicht verspätet besucht werden.

Das Ausstellungskonzept „Vegetabile Räume“ verbindet Designkultur mit organischer Lebendigkeit. Gemüse, Fruchtstände und Früchte dienten dabei sowohl als Inspiration für die Formfindung innovativer Naturkunst-Objekte als auch als außergewöhnliche Werkstoffe für unkonventionelle Sträuße. Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll, wie pflanzliche Materialien Räume definieren, Strukturen schaffen und neue ästhetische Erfahrungsräume eröffnen können.

Die Studierenden im zweiten Studienjahr setzte sich mit der Aufgabe auseinander, innovative vegetabile Objekte auf der Grundlage von Gemüse zu gestalten. Um die besonderen Eigenschaften des präparierten Materials zu verstärken, wurden einige der organisch geformten Objekte von innen beleuchtet. Dadurch entstanden eindrucksvolle Licht- und Raumwirkungen, die den skulpturalen Charakter der Arbeiten zusätzlich betonten.

Die Studierenden im ersten Studienjahr wählte Gehölze mit Fruchtständen als Ausgangspunkt für die Entwicklung vielfältiger Straußvariationen. Blühende und Früchte tragende Zweige gelten traditionell als Symbol für Leben und Hoffnung in der dunklen Jahreszeit. Dieses Motiv griffen mehrere Arbeiten auf und interpretierten den Barbarastrauß auf zeitgemäße und neue Weise.

Besonders bereichernd war die fachkundige Führung durch die Studierenden, die die Ausstellung konzipiert und umgesetzt hatten. Mit großem Engagement erläuterten sie ihre gestalterischen Überlegungen, Materialien und Techniken und gingen ausführlich auf die Fragen der Schülerinnen ein. Das Interesse der Flo 11 war deutlich spürbar und der Austausch zwischen den angehenden Floristinnen und den Studierenden sehr lebendig. Unser herzlicher Dank gilt den derzeit Studierenden für die spannende und gut nachvollziehbare Präsentation ihrer floralen Arbeiten.

Der Unterrichtsgang bot den Schülerinnen wertvolle fachliche Impulse, neue gestalterische Perspektiven und einen anschaulichen Einblick in weiterführende Ausbildungsmöglichkeiten im floristischen Bereich. Trotz der erschwerten Anreise erwies sich der Besuch der Weihenstephaner Werkformen 2025 als inspirierende und bereichernde Erfahrung.

Schon am darauffolgenden Tag zeigte sich, dass die Ausstellung das Bewusstsein der Schülerinnen für Nachhaltigkeit in der Floristik geschärft hatte.

Sabine Hupf-Gerber

 „GAIA“ in der Basilika St. Jakob  und Blumen, die leise vom Frühling erzählen

Man betritt die Basilika St. Jakob und schaut unweigerlich nach oben. Dort, unter der Kuppel, dreht sie sich langsam und still: GAIA. Eine rund sieben Meter große Erde, blau, weiß, zerbrechlich schön. Ein Planet zum Staunen.

Denn Anlass der Installation ist ein Jubiläum: 50 Jahre Einsatz für die Umwelt durch den ZAW in Straubing. Wir gratulieren dem ZAW sehr herzlich zu seinem 50-jährigen Bestehen und zu einem halben  Jahrhundert Mülltrennung, Kreislaufdenken, Wiederverwertung – Dinge, die selten spektakulär wirken, aber ziemlich entscheidend sind, wenn man auf diesen blauen Ball schaut, der da über den Köpfen schwebt.

Unten, vor dem Altar, antwortet die Erde auf ihre eigene Weise – mit Blumen.

Die Floristinnen der Klasse FG 11 der Marianne-Rosenbaum-Schule unter der Leitung von Frau Christine Storz und Frau Hupf-Gerber  durften zum Jubiläum am Anfangsgottesdienst einen Beitrag leisten: einen Blumenschmuck auf der Kommunionbank. Keine opulente Blumenschlacht, kein exotisches Feuerwerk. Sondern Frühling. Ganz einfach.

Tulpen, Narzissen, Hyazinthen – die vertrauten Botschafter der Jahreszeit. Blumen, die jeder kennt und die jedes Jahr aufs Neue erzählen, dass der Winter nicht das letzte Wort hat. Arrangiert wurden sie von den engagierten Floristen auf einer Konstruktion aus Zweigen, bewegt, in freier Anordnung, eine Gestaltung, wie sie zum floristischen Handwerk passt.

Nachhaltig sollte sie sein, saisonal sowieso. Als Umweltschule war das für die Beteiligten keine Nebensache, sondern der Ausgangspunkt der Gestaltung: Materialien aus der Natur, Blumen der Saison, eine Form, die ohne aufwendige Technik auskommt und dennoch bei den Betrachtern großes Staunen auslöste.

Blumen sind ein stiller, selbstverständlicher Bestandteil der Erde – und gerade in ihrer Fragilität erinnern sie daran, wie zerbrechlich dieser Planet ist.

Oben also die Erde, zu experimenteller Musik rotierend. Unten der Frühling, leise blühend.

Herzlichen Dank an Pater Martin, dem Mesner Herrn Brandl und Frau Gudrun Spät, ZAW, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, für das Vertrauen, das sie uns bei der Gestaltung entgegengebracht und uns völlig freie Hand gelassen haben.

Christine Storz, FOL

Obstbaumschnittkurs für angehende Landschaftsgärtnerinnen und Gärtner!

Unter der  Anleitung der Kreisfachberater Stefan Heller  und Harald Götz erlernten 31 angehende Landschaftsgärtnerinnen und  Gärtner der Klasse Gä 10 das fachgerechte Schneiden von Obstbäumen. Die Stadtgärtnerei in Straubing stellte als Praxisort eine Streuobstwiese im ehemaligen Landesgartenschaugelände zur Verfügung. Seit vielen Jahren ist es an unserer Schule Tradition, dass die Auszubildenden im Bereich Garten- u. Landschaftsbau, mit ihrem Klassenleiter Herrn Günther Gruber einen Schnittkurs absolvieren. Der Obstbaumschnitt unterscheidet sich vom Schnitt der Ziergehölze deutlich.

Der Obstbaumschnitt sorgt nicht nur für guten Ertrag und Qualität, sondern fördert auch das Abtrocknen der Kronen nach sommerlichen Regenfällen und vermindert die Gefahr von Pilzinfektionen, wie Schorf. Das Ziel ist der Aufbau eines stabilen Traggerüstes, denn der Baum muss dem hohem Fruchtbehang und auch dem Schneedruck standhalten. Durch den fachgerechten Schnitt soll mehr Licht in das Kroneninnere fallen, um bessere Früchte zu erhalten. Weiter wird die Langlebigkeit der Bäume erhöht. Über nichts auf der „Obstwelt“ kann man trefflicher streiten als über den richtigen Schnitt.

Doch wer die wichtigsten Wachstums – und Schnittgesetze kennt und weiß wann der richtige Schnittzeitpunkt ist, kann nicht mehr viel falsch machen. Die Grundlagen dafür wurden vorher im fachtheoretischen Unterricht vermittelt. Grundsätzlich gilt, nicht schnippeln, sondern schneiden. Also lieber eine ganze Astpartie herausnehmen, als mehrere Zweige zu stutzen. Je mehr Schnittstellen entstehen, desto mehr Wunden hat der Baum. Die Äste müssen so geschnitten werden, dass keine Aststümpfe stehen bleiben.

Größere Schnittstellen mit einem Umfang von einem alten Fünf-Mark-Stück oder größer brauchen dabei nicht mehr mit einem Wundverschlussmittel geschützt zu werden. Der Wundverschluss kann dazu führen, dass das Holz nicht ausreichend trocknet. Durch die Feuchtigkeit kann die Wundheilung wiederum verlangsamt werden. Die Selbstheilungskräfte der Bäume reicht völlig aus, vorausgesetzt man arbeitet mit sauberen und scharfen Werkzeugen.

Günther Gruber

Von „Aloha eh“ bis torffrei

Schülerfahrt zur IPM Essen – Internationale Pflanzenmesse

Am 27. Januar 2026 startete die Schülerfahrt der Berufsschule III Straubing zur Internationalen Pflanzenmesse (IPM) Essen, der weltweit bedeutendsten Fachmesse für Gartenbau und Floristik. Die Anreise erfolgte mit dem Bus über Frankfurt am Main, wo ein Zwischenstopp im Nizzagarten am Mainufer eingelegt wurde. Die Parkanlage mit ihren mediterranen Gehölzen, Stauden und Palmen vermittelte – mitten im deutschen Winter – eine eindrucksvolle Illusion des Südens und bot einen gelungenen Einstieg in die Themen Pflanzenverwendung, Standortwirkung und Gestaltung.

Die lange Busfahrt wurde durch diesen Aufenthalt sowie den ruhigen und angenehmen Fahrstil des Busfahrers aufgelockert. Am Abend erreichte die Gruppe die Jugendherberge in Essen, wo nach der Zimmeraufteilung ein gemeinsames Abendessen stattfand. Der restliche Abend stand zur freien Verfügung und diente der Erholung vor dem Messetag.

Der Messebesuch am Mittwoch, den 28. Januar 2026, begann um 8:30 Uhr mit der Fahrt zu den Messehallen. Bereits in der ersten Halle wurde die internationale Ausrichtung der IPM deutlich. Das diesjährige Messemotto „Aloha eh!“ griff Assoziationen von Blumenketten, Südsee, ewigem Sommer und einem leichten Lebensgefühl auf und spiegelte sich sowohl in floristischen Präsentationen als auch in der Wareninszenierung wider.

Insgesamt boten sieben Messehallen einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen im Gartenbau und in der Floristik. Vorgestellt wurden unter anderem Pflanzenneuheiten, innovative Kultur- und Produktionstechniken, neue Substrate, Konzepte der Warenpräsentation, Trends bei Topf- und Schnittpflanzen, digitale Vermarktungsstrategien sowie Lösungen für den Onlinehandel. Gleichzeitig wurden aktuelle floristische Themen, Gestaltungsstile und Trends praxisnah präsentiert und diskutiert.

Die Schülerinnen und Schüler nutzten den Messetag intensiv bis zum Ende der Öffnungszeiten. Sie informierten sich gezielt, führten Fachgespräche mit Ausstellern, knüpften Kontakte und sammelten wertvolle Eindrücke für ihre berufliche Ausbildung. Kurze Pausen an den zahlreichen Verpflegungsständen waren angesichts der Vielzahl an Eindrücken notwendig, um einer Reizüberflutung vorzubeugen.

Der Abend stand zur freien Verfügung in der Essener Innenstadt. Je nach persönlichem Interesse besuchten die Schülerinnen und Schüler Bars, Restaurants oder Kneipen. Um 22:00 Uhr erfolgte die gemeinsame Rückfahrt zur Jugendherberge, wo alle müde und erschöpft, aber mit vielen neuen Eindrücken, den Tag beendeten.

Die Rückreise am Donnerstag, den 29. Januar 2026, führte zurück zur Berufsschule nach Straubing. Aufgrund von Schneefall, schwierigen Straßenverhältnissen und vereinzelten Staus gestaltete sich die Fahrt anspruchsvoll. Dank der ruhigen und souveränen Fahrweise des Busfahrers erreichte die Gruppe jedoch sicher und ohne Zwischenfälle ihr Ziel.

Die Schülerfahrt zur IPM Essen stellte insgesamt eine fachlich wertvolle Ergänzung des Unterrichts dar. Sie ermöglichte den Lernenden einen direkten Einblick in internationale Entwicklungen, Trends und Zukunftsperspektiven von Gartenbau und Floristik und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Orientierung und Weiterbildung.

Sebastian Ehrl
Christine Storz