Tag 5 – endlich Freitag

Am Anfang getrennt – am Schluss und für das Wochenende wieder vereint.

EV 11: Noch nie in Mathematik gewesen – und schon ein Test über Dreiecke, den wir mitschreiben mussten, aber kulanterweise nicht bewertet wurde.

Anschließend erfuhren wir noch einiges über die Kapitalertragssteuer in Unternehmensführung. Als uns dann allen der Kopf von den vielen neuen Eindrücken rauchte, begaben wir uns in den Gegenstand Verkaufsförderung. Der Rauch wurde erstickt durch das Arbeitsblatt mit dem Thema: Von der Idee zum Blickfang.

Wir fertigten viele einfallsreiche Übungen an, es war sehr entspannend und wir genossen alle unsere kreative Ader zeigen zu können.

Ohne „Jause“ ging es weiter in den Gegenstand Haushaltsmanagement. Dort bearbeiteten wir Arbeitsblätter über das Bügeln von Hemden.

EV 12: In der ersten Unterrichtsstunde übernahmen wir in Haushaltsmanagement einen Teil des Unterrichts. Eine von uns fungierte als Assistentin der Lehrkraft und präsentierte der Klasse das Vorgehen beim Hemden bügeln und zusammenlegen. Das Ausarbeiten des Arbeitsauftrages gestaltete sich dank der geschickten Aufteilung unter uns zwei und des äußerst hilfreichen Fachbuches lösbar. Deshalb beantragten wir bei Frau Foierl und Herrn Haaga eine Sammelbestellung für unsere Schule.

Im nächsten Gegenstand Social-Media-Management ging es um Social-Media Marketing. Wir lernten Influencer zu werden und vor allem auch zu bleiben. Für unser Dasein als zukünftige Food Blocker bekamen wir die benötigten Basics im anschließenden Englischunterricht.

Wiedervereint mit der Gruppe konnten wir alle unsere Englischkenntnisse bei einem Kahootspiel zum Thema Küchenutensilien unter Beweis stellen. Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Steyr, um eine weiter Shoppingtour zu unternehmen. Mit vollbepackten Händen ging es in ein indisches Lokal. Satt und zufrieden traten wir nach einem schönen Abend die Heimfahrt nach Kleinraming an. Spontan entschieden wir uns ein Taxi zu rufen, da wir nicht auf den nächsten Bus um 06:00 Uhr früh warten wollten. Die Taxifahrt wurde zu einer Erlebnisfahrt mit viel Humor und Spaß. Für unser Entertainment wurde uns ein Preisnachlass von ganzen 2€ gewährt im Gegensatz zu der ruhigen Gruppe vor uns.

Es war insgesamt ein wunderschöner Tag. Herr Haaga und Frau Foierl verlassen uns morgen Vormittag. Vielen Dank und eine gute Fahrt.

Wir freuen uns auf Frau Frank und Frau Schreiber, die uns in der zweiten Woche begleiten.

Tag 4 – getrennte Wege

Heute waren wir, die EV11 und EV12, den ganzen Tag in verschiedene Unterrichte eingeteilt.

EV11:

Zunächst stand Eco-Design auf dem Programm. Aus Filz entstanden mit Hilfe von Schere, Nähmaschine und viel Geschick österliche Verpackungen. Anfänglich hatten wir ein wenig Schwierigkeiten mit den ungewohnten Maschinen, das gab sich aber bald. Das Ergebnis waren individuelle und kreative Ostereier- und Osterhasen- Geschenktaschen.

In Floristik hatten wir Pflanzenkunde und lernten zahlreiche botanische und die jeweils dazu passenden deutschen Namen.

Am Nachmittag konnten wir unsere praktischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und gestalteten aus Konservendosen und Naturmaterialien ein Pflanzgefäß.

EV12:

Die Schülerinnen der EV 12 begaben sich in den Gegenstand Küchenmanagement und beschäftigten sich mit Konservierungstechniken wie dem Tiefkühlen. Im darauffolgenden Fach versuchten wir vergeblich das Internet davon zu überzeugen die Website des Finanzführerscheins anzuzeigen. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir doch noch hineinschnuppern, während die Klasse 2A ihren Finanzführerschein abschloss.

Anschließend stampften wir durch das ganze Schulhaus, bevor wir den richtigen Teil der Klasse 1B fanden, mit denen wir den Gegenstand Haushaltsmanagement hatten. Wir besprachen das Vorbehandeln, Waschen und Trocknen von Wäsche und bügelten Hemden.

In der letzten Stunde ging es um das Auftreten beim Vorstellungsgespräch, dabei ist wichtig, dass der erste Eindruck nicht immer der richtige ist.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen stand das Fach bzw. der Gegenstand Unternehmensführung auf dem Plan. Dort gab es den ein oder anderen hoffnungslosen Moment, da eine von uns leider nur ‚spanisch‘ verstand und nicht wusste, wie sie mit der Excel-Tabelle umgehen sollte.

Aus den Fängen der Excel-Tabelle ging es in die Freiheit: das Fitnessstudio. Niemals in unseren Leben haben wir so ein wunderschönes Fitnessstudio mit einem so einzigartigen Ambiente besucht.  Nach einer intensiven Aufwärmrunde teilten wir uns in kleine Gruppen und es ging an die Geräte. Fit und durchtrainiert fuhren wir endlich wieder nachhause.

Zum Abschluss des Tages wieder vereint durften wir noch gemeinsam Lippenpflegestifte aus Naturkosmetik herstellen.

Tag 3 – fit und gesund

Der Tag begann heute sehr sportlich. Nach einer kurzen Aufwärmrunde machten wir im Fach „Bewegung und Sport“ bei einem Völkerballmatch mit. Es wurde scharf geschossen, aber wir schlugen uns tapfer. Eine „Dusche“ später ging es in den Gegenstand „Praxis: Einrichtungen sozialer Dienste, Berufskunde, Berufspädagogik und soziales Praktikum“. Wir beschäftigen uns nach einer Vorstellungsrunde mit Vitalfunktionen. Alle beteiligten sich intensiv am Unterrichtsgespräch. Jedoch wurde es ganz still, als es ans Pulsmessen ging. Einige von uns schienen keinen Herzschlag zu haben. Nach ein paar Minuten der Suche wurden auch die letzten Lebenszeichen gefunden. Auch die Zahl der Atemzüge, der Blutdruck und die Körpertemperatur wurden festgestellt. Alle Messungen ergaben Normwerte und keiner musste sich Sorgen um seinen derzeitigen Gesundheitszustand machen. Die letzte Unterrichtsstunde vor dem Mittagessen begannen wir etwas verspätet, da eine von uns die Zeit vergaß, als sie sich ihrer ausgiebigen Zwischenmahlzeit widmete. Endlich vollständig im Klassenzimmer angekommen, erfuhren wir die Besonderheiten des 4. Schuljahres im sozialen Bereich. Die Schüler führen im Anschluss die Berufsbezeichung  „Fachsozialbetreuer“.

Den freien Nachmittag nutzten wir für einen ersten Ausflug nach Steyr. Jeder durfte seine Erledigungen machen: Shopping, Lebensmittel- und Getränkevorräte auffüllen, weit entlegene Stoffgeschäfte erkunden, oder einfach nur in einem Café einen Verlängerten genießen.

Auf der Heimfahrt gab uns das Tarifsystem des öffentlichen Nahverkehrs noch Rätsel auf. Herr Haaga zahlte immer und auch den vollen Preis, wohingegen Schülerinnen und die Kollegin manchmal weniger, oder sogar nichts bezahlten.

Tag 2 – Drip-Cakes und Gänseeier

Der Tag stand unter dem Motto – Einblicke in die praktischen Gegenstände (= Unterrichtsfächer)

Früh morgens um 6:15 Uhr läutete der Schulgong zum ersten Mal. Nach einem ausgewogenen Frühstück (6.30-7.00 Uhr) ging es ab 7:45 Uhr mit dem Unterricht los. In den ersten Stunden waren wir in 2 Gruppen aufgeteilt. Im „Gegenstand“ Landwirtschaft und Gartenbau fertigten die Schülerinnen der EV12 jahreszeitlich passende, florale Dekorationen. In der Zwischenzeit versuchte die Gruppe der EV11 im Gestalten Gänseeier zu kleinen Kunstwerken zu machen. So manches Ei ging bei den ersten Fräsversuchen zu Bruch, am Ende waren es aber ganz passable Ergebnisse.

Nachdem wir uns in einer kurzen Pause „küchenfein“ machten, ging es nun zum Fach Küchenmanagement und Warenwirtschaft. Die Schule hatte heute eine Konditormeisterin eingeladen, die den Workshop „Herstellung und Garnierung von Drip-Cakes“ leitete. Einige Stunden später, nach harter Arbeit, standen wir vor unseren einzigartigen Meisterwerken. Einige von uns fielen nachmittags dann erschöpft ins Bett, eine von uns bereitete sich gewissenhaft auf ihr Referat bei Frau Demmelmaier vor. Der geplante Ausflug nach Steyr wurde auf morgen verschoben.

Tag 1 – die Anreise

Jetz geht´s endlich los – das war das heutige Motto der abenteuerlustigen Schülerinnen der EV11 und EV12. Zusammen mit Frau Foierl und Herrn Haaga starteten wir am frühen Morgen vom Bahnhof Straubing in Richtung Kleinraming in Österreich.  Die Klügsten unter uns reservierten sich Sitzplätze, alle anderen mussten zusehen, wo sie einen Platz ergattern konnten. Drei Stunden später kamen wir am Bahnhof in Steyr an. Nach einem kurzen Koffertetris im Heck des Schulbusses ging es weiter zur landwirtschaftlichen Fachschule im beschaulichen Kleinraming. Dort wurden wir von Schulleiterin Ursula Forstner herzlich empfangen. Wir bezogen unsere geräumigen Zimmer im Internat und stärkten uns in der Kantine mit deftigen Speckknödeln /Gemüseknödeln auf Kraut. Im Anschluss bekamen wir einen Einblick in das österreichische Fachschulsystem und eine Führung durch die vielen Praxisräume im Haus. Als Highlight des heutigen Tages bereiteten wir im Fach Servicemanagement und Gästebetreuung noch verschiedene alkoholfreie Cocktails und Smoothies in der Schulbar zu. Die Lehrkräfte und Schüler der Fachschule haben uns herzlich aufgenommen und einen tollen Tag für uns geplant. Wir sind schon gespannt, was uns morgen erwartet.

Partnerklasse und Sozialpflege gestalten gemeinsam Osterdekoration 

Am 04.03.2024 fand ein klassenübergreifendes Projekt der Sozialpflegeklasse und der Partnerklasse St. Wolfgang statt. Schon im Vorfeld wurde geplant, Ideen entwickelt und für Kaffee und Kuchen gesorgt. Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich dieses Jahr für das Thema “Ostern”. Frau Storz, unsere Floristin und Gestalterin, entlockte den Schülerinnen und Schülern weit im Voraus kreative Vorschläge für die gemeinsame Osterdekoration. Frau Röder achtete auf den Zeitplan, das Überbringen der Einladung und die Vorbereitung der PowerPoint in einfacher Sprache. Nicht nur die Lehrer und Begleiter waren zusätzlich anwesend, dieses Jahr wollten neben dem Schulleiter des Bildungszentrums St. Wolfgang, Herr Sonderschulrektor Jürgen Horn,  auch die Regierung mit Frau RSchDin Susanne Zeller-Fries und Herrn Ltd. RSchD Reiner Sagstetter die Zusammenarbeit zwischen Förderschulen und Berufsschulen “in real” erleben. Und das konnten sie auch, denn jeder musste mitmachen: Osterbuschen binden u.a. mit frischen Zweigen der Mimose und Palmkätzchen; Osterhasen schneiden und mit Wolle umwickeln, Papierblumen im Töpfchen gestalten und mit Wattestäbchen Ostereier aus Pappe betupfen. Eine Stunde lang wurde in fröhlicher Stimmung gestaltet, sich gegenseitig geholfen und voller Stolz das erarbeitete Produkt mit seinem Namen versehen – denn man möchte und durfte die schöne Osterdekoration mit nach Hause nehmen. Nach dem Gestalten an den verschiedenen Stationen wurden im Handumdrehen gemeinsam die Tische abgeräumt, denn schließlich gab es noch Kaffee und Kuchen von der Partnerklasse. Im Plauderton unterhielten sich Schüler beider Klassen untereinander ebenso wie mit Lehrern und Regierungsvertretern. Rundum gelungene 2 Stunden im gemeinsamen Erleben des Miteinanders an dieser Schule, die Inklusion als Selbstverständlichkeit begreift! 

Pia Röder


 

Zuchtviehmarkt in Osterhofen und Betriebsbesichtigung bei der Schweiger Agrar GbR

Am 07.02.2024 besuchte die Klasse LW12 zusammen mit dem Berufsgrundschuljahr Landwirtschaft den Zuchtviehmarkt in Osterhofen sowie den Betrieb Schweiger Agrar GbR.

In der Früh fuhren wir mit dem Bus nach Osterhofen. Nach einer kurzen Begrüßung und dem Austeilen von Arbeitsblättern startete unsere Besichtigung in der Verkaufshalle des Zuchtviehmarktes. Dort erklärte uns Herr Tischler etwas über die Gründung des Zuchtviehmarktes und über den Ablauf der Versteigerung.

Danach wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und uns wurde die restliche Anlage gezeigt. Für uns ging es zuerst zur Tierannahme. Hier werden die Tiere gewogen, gewaschen, das Euter wird kontrolliert und die Tiere bekommen eine Versteigerungsnummer. Nach dem Waschen werden die Tiere in den Wartebereich getrieben. Dort stehen immer 3 Kühe zusammen in einer Box.

Danach ging es für uns in den Bereich der Kälberversteigerung. Diese findet an einem anderen Tag statt.

Anschließend folgte die Körung der 7 aufgetriebenen Bullen. Um 12:00 Uhr begann die Versteigerung der Bullen. Der Jüngste war an diesem Tag mit 3.050 € der teuerste Bulle. Nach den Bullen wurden die insgesamt 60 Jungkühe versteigert. Die teuerste Jungkuh erzielte einen Preis von 2.480 €. Der durchschnitts Preis lag bei 1.793 €.

Um 13:00 Uhr ging es für uns mit dem Bus weiter nach Straßkirchen zum Betrieb Schweiger Agrar GbR. Hier wurden wir von Herrn Schweiger begrüßt. Er erzählte uns etwas über die Geschichte des Hofes und besichtigte mit uns seine Maschinenhallen, das Kartoffellager sowie den Schweine- und Hähnchenmaststall.

Der Betrieb ist seit 1760 in Familienbesitz. Er wurde lange Zeit als Mühle mit einer kleiner Landwirtschaft betrieben. 1920 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt und die Landwirtschaft im Laufe der Jahre stetig erweitert. Die Schwerpunkte des Betriebes sind der Ackerbau, die Biogasanlage sowie die Schweine- und Hähnchenmast. Der Betrieb bewirtschaftet insgesamt 423 ha. Auf den Flächen werden Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais, Winterweizen und Wintergerste angebaut.

Nach der Besichtigung des Hofes ging es für uns mit dem Bus und vielen interessanten Eindrücken zurück zur Schule.
Wir möchten uns ganze herzlich beim Rinderzuchtverband sowie bei Herrn Schweiger für die Führungen bedanken.

Melanie Hümmer, LW12

„Gesunde Pause“ mit Spaß  

Endlich fand am Mittwoch, den 07.02.24 an der Marianne – Rosenbaum – Schule  wieder eine „Gesunde Pause“ statt. 

Ganz nach dem Motto – „Von Schüler für Schüler“ – wurde diese von der S10 und K11B für die Klassen S11, BIK 11A, BVJ B und die Integrationsklasse BS5 organisiert und durchgeführt. 

In einer verlängerten Vormittagspause hatten die Schülerinnen und Schüler, sowie interessierte Lehrkräfte die Möglichkeit, sich auf verschiedene Art und Weise körperlich zu betätigen. Dabei waren Hula Hoop und Rope Skipping besonders beliebt und machten viel Spaß. Aber auch die Dehnübungen für Rücken, Schulter und Nacken fanden großen Anklang. 

Wer es lieber ruhiger haben wollte, konnte bei einer Traumreise so richtig gut entspannen und abschalten. 

Jeder konnte selbst entscheiden, welches bzw. wie viele dieser Angebote er ausprobieren wollte. 

Auch für das leibliche Wohl war natürlich bestens gesorgt. Neben leckeren, belegten Vollkornbroten gab es Obstspieße und Gemüsesticks, sowie Wasser und Apfelsaft, den unser Hausmeister Hr. Dilger selbst hergestellt hat. 

Am Ende waren sich alle einig: es war eine rundum gelungene Aktion, die Riesenspaß gemacht hat! 

 Christina Jung 

 

 

 

Eine weiterführende Ausbildung zum Pflegefachmann/ zur Pflegefachfrau

Um unseren Sozialpflegeschüler und -schülerinnen aufzuzeigen, welche Ausbildung nach dieser Ausbildung möglich ist, waren am 29.01.2024 drei Referentinnen von Pro Seniore bei uns an der Schule. Die Einrichtung für Senioren und Seniorinnen Pro Seniore in Straubing gibt es seit 1994. Zunächst stellten sich die 3 Referentinnen vor: Frau S. Rösch Praxisanleitung, Fr. L. Schnell Residenzberatung, B. Martens Interims PDL. Die Aufgaben der späteren Tätigkeit als Pflegefachmann / Pflegefachfrau in der Einrichtung wurden bildhaft vorgestellt.

Dann ging es ins Detail der Ausbildung Pflegefachmann / Pflegefrachfrau angesiedelt auf Schloss Wörth und Straubing: Voraussetzung ist Mittlere Reife oder Mittelschule mit zweijähriger Ausbildung. Unsere Schüler und Schülerinnen sind auf dem Weg dahin. Sie stellen die Stundenvorgaben und den Wechsel von praktischen Einsätzen und theoretischer und praktischer Unterricht vor, welche den Vorgaben der Generalistischen Pflegeausbildung entspricht.

Natürlich legten die Referentin den Augenmerk auf die Ausbildung in Wörth / Straubing. Dazu gehören z.B. Azubi (Auszubildenden) Events, Azubi App von Pro Seniore, Anleitungstage, feste Ansprechpartner, Azubi lernen von Azubi.

Ein besonderer Hinweis erfolgte auf „Proud to Care“: um das negative Image der Pflege aufzubessern entwickelten Pflege-Azubis öffentlichkeitswirksame Aktionen, z.B. einen Rap zum Pflegeberuf. Wer mehr dazu erfahren möchte klickt im Internet unter „Proud to Care“.

Das Fazit: Berufsaussichten sind sehr gut, man hat viele Möglichkeiten und es ist ein Beruf mit Herz!

 

Pia Röder

Tag 12: Ende gut, alles gut

Eine letzte Unterrichtseinheit, eine Feedback-Runde mit unseren österreichischen Mitschülern und Lehrkräften, dann eine Stärkung in der Kantine
– und danach die Heimreise antreten. So war eigentlich der Plan für unseren letzten Tag in Rotholz. Wie so oft kam es aber anders, als gedacht:
Die Streiks der Lokführer in Deutschland hätten für uns nicht ungünstiger sein können. Nach langem hin- und herüberlegen sind wir gestern
dann zu dem Entschluss gekommen, kein Risiko einzugehen und gleich am Morgen die Heimreise anzutreten, denn – so ehrlich müssen wir einfach
sein – ein bisschen hat uns das Heimweh in der Zwischenzeit doch gepackt.

Wecker um 6:00 Uhr, Zimmer aufräumen, Betten abziehen, Schlüssel und Kantinenkarten abgeben, Katzenwäsche, um dann pünktlich um 7:01 Uhr
mit der „Zilli“ (so wird die Zillertalbahn hier liebevoll genannt) loszufahren, in der Hoffnung, dass wir gut durch das Chaos kommen.

Sehr zu unserer Freude war das Glück auf unserer Seite, und die Heimfahrt gestaltete sich erstaunlich reibungslos, und so konnten wir uns alle am
Nachmittag wieder die Heimatluft um die Nase wehen lassen.

Aber keine Sorge, wir möchten hier niemanden mit einem Bericht über unsere Zugfahrt langweilen, wie es uns ergangen ist, könnt ihr gut anhand unserer Bilder sehen.

Stattdessen möchten wir uns an dieser Stelle nochmals bei all den Leuten bedanken, die unseren Aufenthalt in Rotholz zu einem unvergesslichen
und lehrreichen Erlebnis gemacht haben:

Als erstes geht ein Gruß an Frau Lagler, Frau Koller und Herrn Lörzer – vielen Dank für die schönen Unterrichtsstunden, danke, dass Sie jederzeit ein
offenes Ohr für unsere Anliegen hattet, danke für die fantastische Wochenend-Verpflegung, danke fürs Kümmern, vielen Dank für die
Organisation der zahlreichen Exkursionen und die Auswahl der tollen Betriebe!

Als nächstes an unsere Klasse, in der wir uns wirklich wohl gefühlt haben: Vielen Dank dafür, dass ihr uns so freundlich aufgenommen habt. Wir hatten echt eine Gaudi!

Weiter möchten wir noch den Chefs, der von uns besuchten Betriebe danken: Wir wissen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass ihr euch so viel Zeit genommen habt
– wir haben jeden Rundgang sehr genossen und auch aus jedem Betrieb etwas für unsere berufliche Zukunft mitnehmen können!

Ein weiterer Dank geht an unsere Chefs zu Hause: Danke, dass ihr uns für diese Reise frei gegeben habt – wir wissen das sehr zu schätzen!

Ein weiteres großes DANKE an alle, die wir hier jetzt nicht mehr einzeln nennen können (oder vielleicht auch vergessen haben, seht es uns nach, es war viel los in den zwei Wochen…)!

Und last but not least: Vielen Dank auch dir! Schön, dass dir unsere Tagebuch-Einträge gefallen haben und dass du fleißig mitgelesen hast!
Aus sicherer Quelle wissen wir nämlich, dass unser Tagebuch ziemlich gut geklickt wurde! Und mit diesem Wissen machte uns das Verfassen unserer Einträge gleich noch mehr Spaß!

 In diesem Sinne, mach`s gut, schönes Wochenende und bis bald!

Tag 11: Von Blütenmeeren und Schmuddelwetter

Laut Sprichwort gibt es ja kein schlechtes Wetter. Nun ja, wir sind da anderer Meinung – denn auf unserem Weg zum Frühstück regnete es derart
heftig, dass die ersten von uns in der Kantine bereits nasse Füße hatten! Zum Glück konnten wir den Vormittag noch im Klassenzimmer
verbringen, wo wir mit unserer Gastklasse und unserem Lehrer Herr Lörzer Pflanzensortimente für verschiedene Standorte, Bodenverhältnisse und
Verwendungsmöglichkeiten zusammenstellten. Eine echt interessante Aufgabe, zumal Herr Lörzer (der über ein einmaliges Pflanzenwissen
verfügt) uns zu vielen Pflanzen gute Eselsbrücken und Merkhilfen mitgeben konnte. Damit lernt es sich einfach leichter!

Noch besser war aber heute wieder der Nachmittag für uns. Zum einen hatte der Regen nachgelassen, zum anderen begaben wir uns wieder
„auf Achse“, um zwei Betriebe in der Nähe von Innsbruck in Augenschein zu nehmen.

Der erste Betrieb war die Gärtnerei Jägerbauer. Erstes Aha-Erlebnis hier: Frische Blumen rund um die Uhr und sieben Tage die Woche – und zwar
aus dem Blum-OH!-mat! Wie aus einem Kaugummiautomaten lassen sich hier laufend frische Schnittblumen kaufen. Für uns die ideale Erfindung,
wenn man(n) ein Last-Minute-Geschenk braucht!

Im Eingangsbereich erwartete uns bereits der Chef, Christian Jägerbauer, der uns mitnahm, um die gesamte Gärtnerei zu erkunden.
Dabei weihte er uns in seine Zukunftspläne ein (Neubau eines Verkaufsgewächshauses) und ließ uns an seinem reichen Erfahrungsschatz aus
seiner langjährigen Tätigkeit als Inhaber teilhaben. Wir erfuhren, dass er weniger auf Pflanzenschutz setzt und viel lieber Pflanzenstärkungsmittel
verwendet – und sein Erfolg gibt ihm recht! Seine Gärtnerei hatte ein reichhaltiges Sortiment zu bieten, und besonders im Verkauf waren neben
den Standard-Pflanzen auch zahlreiche Raritäten zu finden.

Der zweite Betrieb war die Firma Calovini. Dass dieser Betrieb Rosen und Gerbera für den Schnitt produziert, darüber waren wir im Voraus
informiert. Dennoch waren wir alle überwältigt von dem Anblick, der sich uns dann im Inneren der Gewächshäuser bot: der Begriff „Blütenmeer“
ist eine glatte Untertreibung! Im ersten Warmhaus strahlten uns tausende Gerbera-Blüten in allen erdenklichen Farben entgegen, im zweiten
waren es dann Rosen in einer ähnlichen Vielfalt. Beim Rundgang erklärte uns der Chef Christian detailliert sowohl seine Philosophie als auch den
bisherigen Werdegang seines Betriebes. Ganz nebenbei erfuhren wir wahnsinnig viel über seine Techniken in der Kulturführung, seinen Umgang
mit dem Thema „Pflanzenschutz“ und seine Ansichten zur Mitarbeiterführung. Zum Abschluss bot er uns eine kleine Stärkung an – Getränke und
Doughnuts – und nach all den Eindrücken waren wir so geplättet, dass wir dieses Angebot noch gerne angenommen haben, bevor wir den
Rückweg zur Schule angetreten haben und uns jetzt (hurra, nur noch einmal schlafen) wirklich sehr auf zu Hause freuen!