Der Tag stand unter dem Motto – Einblicke in die praktischen Gegenstände (= Unterrichtsfächer)
Früh morgens um 6:15 Uhr läutete der Schulgong zum ersten Mal. Nach einem ausgewogenen Frühstück (6.30-7.00 Uhr) ging es ab 7:45 Uhr mit dem Unterricht los. In den ersten Stunden waren wir in 2 Gruppen aufgeteilt. Im „Gegenstand“ Landwirtschaft und Gartenbau fertigten die Schülerinnen der EV12 jahreszeitlich passende, florale Dekorationen. In der Zwischenzeit versuchte die Gruppe der EV11 im Gestalten Gänseeier zu kleinen Kunstwerken zu machen. So manches Ei ging bei den ersten Fräsversuchen zu Bruch, am Ende waren es aber ganz passable Ergebnisse.
Nachdem wir uns in einer kurzen Pause „küchenfein“ machten, ging es nun zum Fach Küchenmanagement und Warenwirtschaft. Die Schule hatte heute eine Konditormeisterin eingeladen, die den Workshop „Herstellung und Garnierung von Drip-Cakes“ leitete. Einige Stunden später, nach harter Arbeit, standen wir vor unseren einzigartigen Meisterwerken. Einige von uns fielen nachmittags dann erschöpft ins Bett, eine von uns bereitete sich gewissenhaft auf ihr Referat bei Frau Demmelmaier vor. Der geplante Ausflug nach Steyr wurde auf morgen verschoben.
Jetz geht´s endlich los – das war das heutige Motto der abenteuerlustigen Schülerinnen der EV11 und EV12. Zusammen mit Frau Foierl und Herrn Haaga starteten wir am frühen Morgen vom Bahnhof Straubing in Richtung Kleinraming in Österreich. Die Klügsten unter uns reservierten sich Sitzplätze, alle anderen mussten zusehen, wo sie einen Platz ergattern konnten. Drei Stunden später kamen wir am Bahnhof in Steyr an. Nach einem kurzen Koffertetris im Heck des Schulbusses ging es weiter zur landwirtschaftlichen Fachschule im beschaulichen Kleinraming. Dort wurden wir von Schulleiterin Ursula Forstner herzlich empfangen. Wir bezogen unsere geräumigen Zimmer im Internat und stärkten uns in der Kantine mit deftigen Speckknödeln /Gemüseknödeln auf Kraut. Im Anschluss bekamen wir einen Einblick in das österreichische Fachschulsystem und eine Führung durch die vielen Praxisräume im Haus. Als Highlight des heutigen Tages bereiteten wir im Fach Servicemanagement und Gästebetreuung noch verschiedene alkoholfreie Cocktails und Smoothies in der Schulbar zu. Die Lehrkräfte und Schüler der Fachschule haben uns herzlich aufgenommen und einen tollen Tag für uns geplant. Wir sind schon gespannt, was uns morgen erwartet.
Am 04.03.2024 fand ein klassenübergreifendes Projekt der Sozialpflegeklasse und der Partnerklasse St. Wolfgang statt. Schon im Vorfeld wurde geplant, Ideen entwickelt und für Kaffee und Kuchen gesorgt. Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich dieses Jahr für das Thema “Ostern”. Frau Storz, unsere Floristin und Gestalterin, entlockte den Schülerinnen und Schülern weit im Voraus kreative Vorschläge für die gemeinsame Osterdekoration. Frau Röder achtete auf den Zeitplan, das Überbringen der Einladung und die Vorbereitung der PowerPoint in einfacher Sprache. Nicht nur die Lehrer und Begleiter waren zusätzlich anwesend, dieses Jahr wollten neben dem Schulleiter des Bildungszentrums St. Wolfgang, Herr Sonderschulrektor Jürgen Horn, auch die Regierung mit Frau RSchDin Susanne Zeller-Fries und Herrn Ltd. RSchD Reiner Sagstetter die Zusammenarbeit zwischen Förderschulen und Berufsschulen “in real” erleben. Und das konnten sie auch, denn jeder musste mitmachen: Osterbuschen binden u.a. mit frischen Zweigen der Mimose und Palmkätzchen; Osterhasen schneiden und mit Wolle umwickeln, Papierblumen im Töpfchen gestalten und mit Wattestäbchen Ostereier aus Pappe betupfen. Eine Stunde lang wurde in fröhlicher Stimmung gestaltet, sich gegenseitig geholfen und voller Stolz das erarbeitete Produkt mit seinem Namen versehen – denn man möchte und durfte die schöne Osterdekoration mit nach Hause nehmen. Nach dem Gestalten an den verschiedenen Stationen wurden im Handumdrehen gemeinsam die Tische abgeräumt, denn schließlich gab es noch Kaffee und Kuchen von der Partnerklasse. Im Plauderton unterhielten sich Schüler beider Klassen untereinander ebenso wie mit Lehrern und Regierungsvertretern. Rundum gelungene 2 Stunden im gemeinsamen Erleben des Miteinanders an dieser Schule, die Inklusion als Selbstverständlichkeit begreift!
Am 07.02.2024 besuchte die Klasse LW12 zusammen mit dem Berufsgrundschuljahr Landwirtschaft den Zuchtviehmarkt in Osterhofen sowie den Betrieb Schweiger Agrar GbR.
In der Früh fuhren wir mit dem Bus nach Osterhofen. Nach einer kurzen Begrüßung und dem Austeilen von Arbeitsblättern startete unsere Besichtigung in der Verkaufshalle des Zuchtviehmarktes. Dort erklärte uns Herr Tischler etwas über die Gründung des Zuchtviehmarktes und über den Ablauf der Versteigerung.
Danach wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und uns wurde die restliche Anlage gezeigt. Für uns ging es zuerst zur Tierannahme. Hier werden die Tiere gewogen, gewaschen, das Euter wird kontrolliert und die Tiere bekommen eine Versteigerungsnummer. Nach dem Waschen werden die Tiere in den Wartebereich getrieben. Dort stehen immer 3 Kühe zusammen in einer Box.
Danach ging es für uns in den Bereich der Kälberversteigerung. Diese findet an einem anderen Tag statt.
Anschließend folgte die Körung der 7 aufgetriebenen Bullen. Um 12:00 Uhr begann die Versteigerung der Bullen. Der Jüngste war an diesem Tag mit 3.050 € der teuerste Bulle. Nach den Bullen wurden die insgesamt 60 Jungkühe versteigert. Die teuerste Jungkuh erzielte einen Preis von 2.480 €. Der durchschnitts Preis lag bei 1.793 €.
Um 13:00 Uhr ging es für uns mit dem Bus weiter nach Straßkirchen zum Betrieb Schweiger Agrar GbR. Hier wurden wir von Herrn Schweiger begrüßt. Er erzählte uns etwas über die Geschichte des Hofes und besichtigte mit uns seine Maschinenhallen, das Kartoffellager sowie den Schweine- und Hähnchenmaststall.
Der Betrieb ist seit 1760 in Familienbesitz. Er wurde lange Zeit als Mühle mit einer kleiner Landwirtschaft betrieben. 1920 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt und die Landwirtschaft im Laufe der Jahre stetig erweitert. Die Schwerpunkte des Betriebes sind der Ackerbau, die Biogasanlage sowie die Schweine- und Hähnchenmast. Der Betrieb bewirtschaftet insgesamt 423 ha. Auf den Flächen werden Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais, Winterweizen und Wintergerste angebaut.
Nach der Besichtigung des Hofes ging es für uns mit dem Bus und vielen interessanten Eindrücken zurück zur Schule. Wir möchten uns ganze herzlich beim Rinderzuchtverband sowie bei Herrn Schweiger für die Führungen bedanken.
Endlich fand am Mittwoch, den 07.02.24 an der Marianne – Rosenbaum – Schule wieder eine „Gesunde Pause“ statt.
Ganz nach dem Motto – „Von Schüler für Schüler“ – wurde diese von der S10 und K11B für die Klassen S11, BIK 11A, BVJ B und die Integrationsklasse BS5 organisiert und durchgeführt.
In einer verlängerten Vormittagspause hatten die Schülerinnen und Schüler, sowie interessierte Lehrkräfte die Möglichkeit, sich auf verschiedene Art und Weise körperlich zu betätigen. Dabei waren Hula Hoop und Rope Skipping besonders beliebt und machten viel Spaß. Aber auch die Dehnübungen für Rücken, Schulter und Nacken fanden großen Anklang.
Wer es lieber ruhiger haben wollte, konnte bei einer Traumreise so richtig gut entspannen und abschalten.
Jeder konnte selbst entscheiden, welches bzw. wie viele dieser Angebote er ausprobieren wollte.
Auch für das leibliche Wohl war natürlich bestens gesorgt. Neben leckeren, belegten Vollkornbroten gab es Obstspieße und Gemüsesticks, sowie Wasser und Apfelsaft, den unser Hausmeister Hr. Dilger selbst hergestellt hat.
Am Ende waren sich alle einig: es war eine rundum gelungene Aktion, die Riesenspaß gemacht hat!
Um unseren Sozialpflegeschüler und -schülerinnen aufzuzeigen, welche Ausbildung nach dieser Ausbildung möglich ist, waren am 29.01.2024 drei Referentinnen von Pro Seniore bei uns an der Schule. Die Einrichtung für Senioren und Seniorinnen Pro Seniore in Straubing gibt es seit 1994. Zunächst stellten sich die 3 Referentinnen vor: Frau S. Rösch Praxisanleitung, Fr. L. Schnell Residenzberatung, B. Martens Interims PDL. Die Aufgaben der späteren Tätigkeit als Pflegefachmann / Pflegefachfrau in der Einrichtung wurden bildhaft vorgestellt.
Dann ging es ins Detail der Ausbildung Pflegefachmann / Pflegefrachfrau angesiedelt auf Schloss Wörth und Straubing: Voraussetzung ist Mittlere Reife oder Mittelschule mit zweijähriger Ausbildung. Unsere Schüler und Schülerinnen sind auf dem Weg dahin. Sie stellen die Stundenvorgaben und den Wechsel von praktischen Einsätzen und theoretischer und praktischer Unterricht vor, welche den Vorgaben der Generalistischen Pflegeausbildung entspricht.
Natürlich legten die Referentin den Augenmerk auf die Ausbildung in Wörth / Straubing. Dazu gehören z.B. Azubi (Auszubildenden) Events, Azubi App von Pro Seniore, Anleitungstage, feste Ansprechpartner, Azubi lernen von Azubi.
Ein besonderer Hinweis erfolgte auf „Proud to Care“: um das negative Image der Pflege aufzubessern entwickelten Pflege-Azubis öffentlichkeitswirksame Aktionen, z.B. einen Rap zum Pflegeberuf. Wer mehr dazu erfahren möchte klickt im Internet unter „Proud to Care“.
Das Fazit: Berufsaussichten sind sehr gut, man hat viele Möglichkeiten und es ist ein Beruf mit Herz!
Eine letzte Unterrichtseinheit, eine Feedback-Runde mit unseren österreichischen Mitschülern und Lehrkräften, dann eine Stärkung in der Kantine – und danach die Heimreise antreten. So war eigentlich der Plan für unseren letzten Tag in Rotholz. Wie so oft kam es aber anders, als gedacht: Die Streiks der Lokführer in Deutschland hätten für uns nicht ungünstiger sein können. Nach langem hin- und herüberlegen sind wir gestern dann zu dem Entschluss gekommen, kein Risiko einzugehen und gleich am Morgen die Heimreise anzutreten, denn – so ehrlich müssen wir einfach sein – ein bisschen hat uns das Heimweh in der Zwischenzeit doch gepackt.
Wecker um 6:00 Uhr, Zimmer aufräumen, Betten abziehen, Schlüssel und Kantinenkarten abgeben, Katzenwäsche, um dann pünktlich um 7:01 Uhr mit der „Zilli“ (so wird die Zillertalbahn hier liebevoll genannt) loszufahren, in der Hoffnung, dass wir gut durch das Chaos kommen.
Sehr zu unserer Freude war das Glück auf unserer Seite, und die Heimfahrt gestaltete sich erstaunlich reibungslos, und so konnten wir uns alle am Nachmittag wieder die Heimatluft um die Nase wehen lassen.
Aber keine Sorge, wir möchten hier niemanden mit einem Bericht über unsere Zugfahrt langweilen, wie es uns ergangen ist, könnt ihr gut anhand unserer Bilder sehen.
Stattdessen möchten wir uns an dieser Stelle nochmals bei all den Leuten bedanken, die unseren Aufenthalt in Rotholz zu einem unvergesslichen und lehrreichen Erlebnis gemacht haben:
Als erstes geht ein Gruß an Frau Lagler, Frau Koller und Herrn Lörzer – vielen Dank für die schönen Unterrichtsstunden, danke, dass Sie jederzeit ein offenes Ohr für unsere Anliegen hattet, danke für die fantastische Wochenend-Verpflegung, danke fürs Kümmern, vielen Dank für die Organisation der zahlreichen Exkursionen und die Auswahl der tollen Betriebe!
Als nächstes an unsere Klasse, in der wir uns wirklich wohl gefühlt haben: Vielen Dank dafür, dass ihr uns so freundlich aufgenommen habt. Wir hatten echt eine Gaudi!
Weiter möchten wir noch den Chefs, der von uns besuchten Betriebe danken: Wir wissen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass ihr euch so viel Zeit genommen habt – wir haben jeden Rundgang sehr genossen und auch aus jedem Betrieb etwas für unsere berufliche Zukunft mitnehmen können!
Ein weiterer Dank geht an unsere Chefs zu Hause: Danke, dass ihr uns für diese Reise frei gegeben habt – wir wissen das sehr zu schätzen!
Ein weiteres großes DANKE an alle, die wir hier jetzt nicht mehr einzeln nennen können (oder vielleicht auch vergessen haben, seht es uns nach, es war viel los in den zwei Wochen…)!
Und last but not least: Vielen Dank auch dir! Schön, dass dir unsere Tagebuch-Einträge gefallen haben und dass du fleißig mitgelesen hast! Aus sicherer Quelle wissen wir nämlich, dass unser Tagebuch ziemlich gut geklickt wurde! Und mit diesem Wissen machte uns das Verfassen unserer Einträge gleich noch mehr Spaß!
In diesem Sinne, mach`s gut, schönes Wochenende und bis bald!
Laut Sprichwort gibt es ja kein schlechtes Wetter. Nun ja, wir sind da anderer Meinung – denn auf unserem Weg zum Frühstück regnete es derart heftig, dass die ersten von uns in der Kantine bereits nasse Füße hatten! Zum Glück konnten wir den Vormittag noch im Klassenzimmer verbringen, wo wir mit unserer Gastklasse und unserem Lehrer Herr Lörzer Pflanzensortimente für verschiedene Standorte, Bodenverhältnisse und Verwendungsmöglichkeiten zusammenstellten. Eine echt interessante Aufgabe, zumal Herr Lörzer (der über ein einmaliges Pflanzenwissen verfügt) uns zu vielen Pflanzen gute Eselsbrücken und Merkhilfen mitgeben konnte. Damit lernt es sich einfach leichter!
Noch besser war aber heute wieder der Nachmittag für uns. Zum einen hatte der Regen nachgelassen, zum anderen begaben wir uns wieder „auf Achse“, um zwei Betriebe in der Nähe von Innsbruck in Augenschein zu nehmen.
Der erste Betrieb war die Gärtnerei Jägerbauer. Erstes Aha-Erlebnis hier: Frische Blumen rund um die Uhr und sieben Tage die Woche – und zwar aus dem Blum-OH!-mat! Wie aus einem Kaugummiautomaten lassen sich hier laufend frische Schnittblumen kaufen. Für uns die ideale Erfindung, wenn man(n) ein Last-Minute-Geschenk braucht!
Im Eingangsbereich erwartete uns bereits der Chef, Christian Jägerbauer, der uns mitnahm, um die gesamte Gärtnerei zu erkunden. Dabei weihte er uns in seine Zukunftspläne ein (Neubau eines Verkaufsgewächshauses) und ließ uns an seinem reichen Erfahrungsschatz aus seiner langjährigen Tätigkeit als Inhaber teilhaben. Wir erfuhren, dass er weniger auf Pflanzenschutz setzt und viel lieber Pflanzenstärkungsmittel verwendet – und sein Erfolg gibt ihm recht! Seine Gärtnerei hatte ein reichhaltiges Sortiment zu bieten, und besonders im Verkauf waren neben den Standard-Pflanzen auch zahlreiche Raritäten zu finden.
Der zweite Betrieb war die Firma Calovini. Dass dieser Betrieb Rosen und Gerbera für den Schnitt produziert, darüber waren wir im Voraus informiert. Dennoch waren wir alle überwältigt von dem Anblick, der sich uns dann im Inneren der Gewächshäuser bot: der Begriff „Blütenmeer“ ist eine glatte Untertreibung! Im ersten Warmhaus strahlten uns tausende Gerbera-Blüten in allen erdenklichen Farben entgegen, im zweiten waren es dann Rosen in einer ähnlichen Vielfalt. Beim Rundgang erklärte uns der Chef Christian detailliert sowohl seine Philosophie als auch den bisherigen Werdegang seines Betriebes. Ganz nebenbei erfuhren wir wahnsinnig viel über seine Techniken in der Kulturführung, seinen Umgang mit dem Thema „Pflanzenschutz“ und seine Ansichten zur Mitarbeiterführung. Zum Abschluss bot er uns eine kleine Stärkung an – Getränke und Doughnuts – und nach all den Eindrücken waren wir so geplättet, dass wir dieses Angebot noch gerne angenommen haben, bevor wir den Rückweg zur Schule angetreten haben und uns jetzt (hurra, nur noch einmal schlafen) wirklich sehr auf zu Hause freuen!
Mit einem kurzen Schock-Moment sind wir heute in den Tag gestartet: Unsere Lehrerin Frau Koller stieg nämlich direkt mit der Eingrenzung des Schulstoffs für die nächste Lernzielkontrolle in ihre Unterrichtseinheit ein. Da gab es schon ein erleichtertes Aufatmen, als wir feststellten, dass diese Lernzielkontrolle erst nächste Woche – und damit ohne uns – stattfinden wird!
Geschadet hat er uns jedenfalls nicht, dieser kleine Adrenalin-Stoß, denn hinterher ging uns die Mitarbeit im Unterricht ziemlich gut von der Hand. Zunächst beschäftigten wir uns mit dem Thema „Generative Vermehrung – Aussaat von Pflanzen“. Mancher Laie denkt wahrscheinlich, dass es doch fast nichts einfacheres gibt. Samen auf die Erde streuen – Gießen – Warten bis was wächst. Nun ja, im Grunde schon richtig, nur ist es eben nur bei recht wenigen Kulturen damit schon getan. Zahlreiche Pflanzen zeigen sich hier nämlich deutlich komplizierter und bestrafen eine falsche Behandlung mit einem Totalausfall! Seit heute Vormittag gibt es für uns aber wirklich nichts mehr, was wir nicht zum Wachsen bringen werden mit unserem neu erworbenen Wissen!
Später befassten wir uns noch ausführlich mit der korrekten Bezeichnung und Beschreibung von Blattformen, Blattaufbau und der Unterscheidung von sommer- und wintergrünen Pflanzen. Auch auf diesem Gebiet sind wir spätestens seit heute absolute Profis.
Nach dieser Einheit hatten wir uns unser Mittagessen echt verdient – heute eine echt österreichische Spezialität: Kaaspressknödel, Speckknödel, etwas Sauerkraut, als Vorspeise eine kräftige Rindersuppe und zum Nachtisch Eis – Was will man mehr?
Gut gestärkt und wieder motiviert stellten wir uns dann dem Praxisunterricht am Nachmittag. Zusammen mit Lehrerin Frau Lagler und unseren österreichischen Kollegen erarbeiteten wir uns im Fach „Produktion Gemüse und Kräuter“ zunächst einen Überblick über Gründüngungs-Pflanzen. Hier haben wir es mit echten Alleskönnern zu tun: Ob Stickstoffanreicherung, Bodenlockerung oder Vergrämung von Schädlingen – es ist sprichwörtlich gegen jedes Problem ein Kraut gewachsen, und wir wissen jetzt, wie das besagte Kraut nun heißt!
Hinterher erfuhren wir, dass es auch bei der Gemüsekultur (übrigens genau wie bei uns Menschen) auf gute Nachbarschaft ankommt. Nicht jedes Gemüse duldet jeden Nachbarn! Welche Kandidaten aus dem Gemüsereich gute Nachbarn sind und welche man besser in gebührendem Abstand zum anderen setzt – das haben wir auf einem Arbeitsblatt für uns festgehalten.
Voraussetzung für gesundes und leckeres Gemüse ist aber erst einmal der richtige Boden. Wie man den in einem Hochbeet herstellt, pflegt und gesund erhält, das war der letzte Themenblock für heute. Fazit: Ein langer Tag mit geballtem Wissen – es war anstrengend, hat uns aber unserem Ziel, gute Gärtner zu werden, wieder ein Stück nähergebracht!
Wir denken, es ist allseits bekannt, dass eine Wiederholung von Lehrstoff für eine Festigung im Langzeitgedächtnis sorgt. Und darum ging es heute Vormittag bei uns: Im Theorie-Unterricht wurde der Aufbau der Grundorgane von Pflanzen (also Wurzel, Spross, Blatt und Blüte) besprochen. Weil es aber eben nur eine Wiederholung für uns war, möchten wir das an dieser Stelle nicht weiter ausführen, sondern uns auf die eindeutig spektakulärere Hälfte des Tages konzentrieren:
Unsere Exkursion, die uns zu zwei nahegelegenen Gärtnereien führte.
Die erste Adresse war die Gärtnerei von Michael Strillinger. Sein Betrieb liegt ziemlich versteckt und von Bergen umgeben in der Nähe des bekannten Ski-Ortes Söll. Die Gärtnerei Strillinger hat eine Gesamtfläche von 3 Hektar. Davon ist ca. 1 Hektar unter Folienbedachung und etwa 2 Hektar im Freiland. Hier werden Topfkräuter in Bio-Qualität hergestellt. Das sind ungefähr 1,5 Millionen Basilikumpflanzen, 500.000 Pflanzen krause Petersilie, 300.000 Schnittlauchpflanzen und 200.000 Pflanzen Rosmarin. Diese werden ausschließlich an den Lebensmittel-Einzelhandel und die umliegende Gastronomie verkauft.
Im Anschluss besuchten wir den Zierpflanzen-Produktionsbetrieb Sixtus, der von Rainer Gwiggner geführt wird.
Beim Rundgang bekamen wir einen Einblick in einen besonderen Betrieb, wie man ihn in dieser Form sicher nicht oft zu sehen bekommt. Die Kulturfläche beträgt 12.000 qm. Die hier produzierten Pflanzen werden im Ladengeschäft in Wörgl verkauft. Die Kulturen werden von vier Mitarbeitern betreut, das lässt sich nur durch ein hohes Maß an Automatisierung bewerkstelligen. Neben einer Topfmaschine konnten wir eine Sämaschine, eine Pikierplatten-Füllanlage, einen Pflanzautomaten und Ähnliches im Einsatz sehen. Im ganzen Betrieb wird großer Wert auf hygienisches Arbeiten gelegt, dadurch wird der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel auf ein Minimum reduziert. Einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz leistet der Betrieb, indem er in selbst hergestellten Vlies-Töpfen kultiviert: Im Vergleich zu Plastiktöpfen fällt um 90% weniger Müll an!
Wir bedanken uns bei den Betriebsinhabern für die kurzweiligen und informativen Führungen durch ihre Betriebe!
Wie gewohnt wurden wir heute um 6:30 Uhr von unserer Heimleiterin geweckt. Nach einem kräftigenden Frühstück starteten wir pünktlich um 8:00 Uhr mit dem Unterricht. Zunächst stand eine Doppelstunde Mathematik auf dem Programm. Hier bekamen wir als erstes einen Test zurück, den wir letzte Woche mitgeschrieben hatten. Sehr zu unserer Freude waren unsere Noten hier ziemlich gut! So fühlten wir uns gleich motivierter für die nächsten anstehenden Aufgaben: Es ging um die Umrechnung von Flächen- und Gewichtsmaßen.
Anschließend folgte Deutschunterricht: Hier konfrontierte uns unsere Lehrerin Frau Lagler-Gschleiner mit zwei kurzen Hörproben, aus denen wir die wichtigsten Inhalte in Kürze zusammenfassen sollten. Danach trainierten wir eine Situation, die wohl nahezu jedem bekannt ist: Das Buchstabieren von Namen oder Begriffen mit Hilfe des Buchstabier-Alphabets! Wir wurden angewiesen, uns von Schülern, deren Namen wir noch nicht kennen, den Namen buchstabieren zu lassen – natürlich nur anhand des offiziellen Buchstabier-Alphabets. Als Abschluss der Einheit wurden noch verschiedene Formen von Protokollen angesprochen. Dieses Wissen lässt sich für uns sehr gut für Berichtsheft, Pflanzenschutzaufzeichnungen oder ähnliche Situationen in der gärtnerischen Praxis nutzen!
Um nach dem Mittagessen nicht in das allseits bekannte Suppenkoma zu verfallen, ging es mit Sportunterricht weiter. Zügig legten wir einen Fußmarsch am Inn entlang in den Nachbarort zurück, heimwärts wählten wir den anderen Weg über die Lindenallee.
Der Nachmittag wurde genutzt, um die an die Schule angeschlossene Gärtnerei genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Führung wurde vom leitenden Gärtnermeister gestaltet, der sich dann auch noch Zeit nahm, um uns die Baumschule zu zeigen. Bei einer zweiten Führung wurden uns geschichtliche Hintergründe zur örtlichen Kirche und dem Schulgebäude vermittelt.
Nach diesem anstrengenden Tag hatten wir dann wirklich gut zu tun, um uns um unsere verdiente Selfcare zu kümmern: Wäsche waschen, Gesichtsmasken, Schwimmbadbesuch – all das will schließlich vor der Bettruhe um 22:00 Uhr auch noch erledigt werden!
Unterricht ObstverarbeitungGärtnereiführungPrimeln im GewächshausBuntnessel-SortimentSchlossführungKirchenführung
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